J.P. Morgan: Schwellenländer bleiben auf der Überholspur

Der Anteil der Schwellenländer an der globalen Wirtschaftsleistung steigt kontinuierlich. Es bleibt aber noch Luft nach oben, wie Experten von J.P. Morgan Asset Management urteilen. Vor allem das Potential im Konsumbereich sei gewaltig.

„Die Aufholjagd der Schwellenländer ist die große Story der vergangenen Jahre. Die rasante Geschwindigkeit zeigt sich eindrucksvoll am erwirtschafteten Beitrag zur. Lag der Anteil der Schwellenländer an der globalen Wirtschaftsleistung in den 1990er Jahren noch bei 36 Prozent, waren es 2010 bereits 48 Prozent. Bis 2018 sollte der Anteil des weltweit erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukts auf 56 Prozent ansteigen“, sagt Tilmann Galler, Kapitalmarkt-Experte bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt.

China besonders dynamisch

Die Investitionen der Schwellenländer machten im Jahr 2011 mehr als die Hälfte aller weltweiten Investitionen aus. Auch der Anteil der Emerging Markets am globalen Konsum ist laut Galler deutlich gestiegen: „Er lag im Jahr 1990 noch bei etwa 22 Prozent und ist bis zum Jahr 2011 auf 36 Prozent gestiegen. Dies ist zum großen Teil dem dynamischen Wachstum Chinas geschuldet.“

Beispiel chinesischer Automarkt: Seit einigen Jahren werden in China mehr Fahrzeuge verkauft als im ehemals größten Automarkt der Welt, den USA. Das Potenzial ist dennoch immens. „Das zeigt sich an der Kraftfahrzeugdichte. So kamen in den USA im Jahr 2010 auf 1.000 Einwohner bereits knapp 800 Pkw. Für Deutschland lag dieser Wert bei rund 570 Pkw. Dagegen kam China nur auf etwa ein Zehntel des deutschen Werts“, erklärt Galler. (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

 

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