Wandelanleihen: Von Sommerloch keine Spur

Auf den weltweiten Märkten für Wandelanleihen herrscht trotz Sommerpause laut Man Investments reges Treiben. Gerade die kleinste, aber auch exotischste Wandler-Region Japan glänzt aktuell mit interessanten Neuerscheinungen.

Michel Fest
Michel Fest, Man Investments: „Wenn die Zahl der Neuemissionen in diesem Tempo weiter zulegt, könnte der globale Wandler-Markt im laufenden Jahr durchaus ein kräftiges Plus ausweisen.“
„Seit Jahresanfang sind nach unserer hauseigenen Datenbank weltweit 55 Wandelanleihen vom Markt verschwunden“, sagt Michel Fest, Co-Leiter des Convertibles-Team von Man. „Bis Ende 2013 rechnen wir mit weiteren 34 Titeln, die zurückbezahlt werden. Zugleich wurden aber auch 117 neue Papiere emittiert. Wenn die Zahl der Neuemissionen also in diesem Tempo weiter zulegt, könnte der globale Wandler-Markt im laufenden Jahr durchaus ein kräftiges Plus ausweisen.“

2012: Weltweit 127 Wandelanleihen auf den Markt gebracht

Der Rekordwert in den letzten 10 Jahren für diese Anlageklasse, die die Chancen einer Aktie mit der Absicherung einer Anleihe verbindet, wurde im Jahr 2007 mit 345 Neuemissionen erzielt.

Besonders Japan hat sich in den vergangenen Wochen durch rege Emissionstätigkeit hervorgetan. Dort gab zuletzt beispielsweise die Regionalbank Bank of Iwate aus dem Norden Japans eine 100 Mio. US-Dollar große Nullkupon-Wandelanleihe mit fünfjähriger Laufzeit aus.

Wie in Japan üblich, wurde die Emission mit Preis über Par – genauer bei 102,5 Prozent – ausgegeben. Dass gerade der japanische Markt nach Erfrischung lechzt, zeigte sich bereits im Graumarkt. Dort wurde die neue Wandelanleihe der Bank of Iwate vor Ausgabe bereits um bis zu sechs Prozent über dem Angebotspreis gehandelt.

Weitere japanische Wandelanleihen emittierten zudem das hauptsächlich im Forst- und Holzbereich sowie Hausbau tätige Unternehmen Sumitomo Forestry, der Krankenhausbetten-Hersteller Paramount Bed und der Hotelkonzern Resorttrust. (fm)

Foto: Man Investments

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