Anzeige
18. Februar 2013, 13:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Axa IM: Nachhaltigkeits-Screening für Staatsanleihen implementiert

Länder nach ökologischen, sozialen und politischen Kriterien (ESG-Kriterien) zu analysieren ist ein sehr aufwendiger Prozess. Axa Investment Managers (Axa IM) hat jetzt einen Ansatz dafür entwickelt, der sich auf zwei Arten auf Portfolios von Staatsanleihen anwenden lassen soll.

Staatsanleihen

Matt Christensen: “Für besonders nützlich dürften die Anleger ein Screening in den Emerging Marktes halten.”

Nach Aussage von Axa IM hätten sich viele Kunden interessiert gezeigt, Reputationsrisiken zu begrenzen, die aufgrund ihrer Anlagen in Emerging-Market-Staatsanleihen entstehen können.

Der auf klaren Regeln beruhende Filter von Axa IM hat zehn staatliche Emittenten (von insgesamt 57) identifiziert, die für die Investoren erhebliche Reputationsrisiken bedeuten können, so das Unternehmen. Das entspreche 9,7 Prozent der Marktkapitalisierung des gesamten Anlageuniversums.

Risikofilter verringert Anteil hochspekulativer Anleihen

Durch das regelbasierte Screening hätten sich Qualität, Rendite und Duration dieses Universums nicht wesentlich verändert. Was die Bonität betrifft, hat der Risikofilter den Anteil hochspekulativer Anleihen verringert – eine Qualitätsverbesserung ohne große Auswirkungen auf Rendite und Duration, so Axa IM.

“Die wirtschaftliche und politische Stabilität eines Landes ist für Investoren ein wichtiges Thema. Deshalb ist die Berücksichtigung von ESG-Themen nur konsequent. Hinzu kommt, dass viele institutionelle Investoren Reputationsrisiken und Negativschlagzeilen verringern wollen. Dazu kann es durch Investitionen in Ländern kommen, deren Politik und Regierungsform problematisch ist. Für besonders nützlich dürften die Anleger ein Screening in den Emerging Marktes halten, weil deren Verwaltung häufig weniger gut funktioniert als die der Industrieländer, beispielsweise bei der Korruptionskontrolle“, erklärt Matt Christensen.

Außerdem wurde laut Axa IM untersucht, welchen Einfluss ein ESG-Overlay auf die wichtigsten Eigenschaften eines Staatsanleiheportfolios hat.

Wie die Analyse zeigt, beeinflusst ein Overlay mit vorab definierten Risikoparametern die Länderallokation, lässt die Portfolioeigenschaften aber ansonsten weitgehend unverändert. Die bei der Anwendung von ESG-Kriterien am stärksten übergewichteten Emerging Markets sind danach Polen und Chile.

Verlierer Philippinen, Kolumbien und Indonesien

Unter den Industrieländern falle vor allem Spanien mit einem überdurchschnittlichen ESG-Rating auf – trotz des schwachen Langfristratings von S&P und düsteren Wachstumsaussichten.

Am schlechtesten bei den Emerging Markets schnitten die Philippinen, Kolumbien und Indonesien ab. In den Industrieländern lag Japan aufgrund seiner Mängel im Staatsapparat ganz hinten, aber auch Länder mit hohen Langfristratings wie Großbritannien und die USA schnitten unterdurchschnittlich ab, vor allem wegen schwacher Umweltindikatoren.

“ESG-Faktoren könnten bei Staatsanleihen eine immer wichtigere Rolle spielen. Das haben auch die Investoren erkannt. Deshalb hat Axa IM untersucht, wie man ESG-Kriterien auf Staatsanleiheportfolios anwenden kann. Für unsere Core Responsible Investment Fonds nutzen wir den ESG-Länderansatz bereits, sehen aber auch die Möglichkeit einer Anwendung auf unsere konventionellen Fonds. Der Vorteil unseres Modells ist seine Flexibilität. Sie gestattet uns, ESG-Kriterien auf verschiedene Weise in den Investmentprozess zu integrieren, je nach dem Anlageziel des Fonds und den Anforderungen des Kunden”, so Christensen abschließend. (fm)

Foto: Axa IM

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...