Assenagon setzt auf Finanzanleihen

Assenagon Asset Management, München, hat eine neue Offerte für institutionelle Anleger im Programm. Der Assenagon Credit Sub Debt and Coco (LU0990656059) investiert in Nachranganleihen von Finanzinstituten.

Der Anlageschwerpunkt des Fonds liegt dabei insbesondere auf dem wachsenden Bereich der von Finanzinstituten begebenen Contingent Convertibles (Cocos), aber auch andere Nachrangprodukte werden berücksichtigt. Die Auswahl der Emittenten erfolgt über eine Bonitätsanalyse. Ein quantitatives Modell soll die Fonds-Manager bei der Identifikation der Anleihen unterstützen, die das größte Ertragspotenzial aufweisen.

Optionen sollen Risiko senken

Über Aktien-Put-Optionen werden die mit Nachranganleihen verbundenen Ausfallrisiken teilweise reduziert. Darüber hinaus sichert das Portfoliomanagement Zins-und Währungsrisiken überwiegend mit Hilfe von Derivaten wie etwa Swaps und Futures ab. Es wird eine Zielrendite von 4,5 Prozent pro Jahr angestrebt.

„Banken emittierten in den vergangenen Monaten zunehmend Cocos, um den entstandenen Kapitalbedarf zu decken“, sagt Vassilios Pappas, Gründungspartner von Assenagon. Ein durch Verluste bedingter Rückgang der Kernkapitalquoten führt bei Erreichen zuvor festgesetzter Schwellenwerte (Trigger) zu einer Abschreibung der Anleihen oder Umwandlung in Aktien.

Aufgrund ihrer individuellen Ausgestaltung, die vor allem auch die besonderen Anforderungen der jeweils zuständigen Finanzaufsicht reflektiert, böten Cocos deutlich höhere Risikoaufschläge im Vergleich zu anderen erst- oder nachrangigen Anleihen desselben Emittenten, so Pappas: „Die damit verbundene Investmentopportunität setzt unverzichtbar eine sorgfältige Analyse der Ausstattungsmerkmale der Schuldverschreibungen und deren Implikationen voraus. Wir führen für jedes Institut eine quantitative und qualitative Bonitätsanalyse durch.“

Hoher Renditeaufschlag

Im Durchschnitt bieten Cocos nach Angaben von Assenagon den vierfachen Renditeaufschlag von Erstranganleihen, dies entspricht etwa 400 Basispunkten. Die Kupons liegen im Mittel bei etwa acht Prozent.

Der Fonds kostet jährlich 1,3 Prozent. Zusätzlich kann Assenagon eine Performance Fee von 20 Prozent der Rendite erheben, die 4,5 Prozent übersteigt. (mr)

Foto: Shutterstock

 

 

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