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19. August 2014, 09:01
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Axa IM rät zum Aktienverkauf

Die Anlagestrategen von Axa IM raten Anlegern, ihre Aktienquote zu reduzieren und die Erlöse vorübergehend am Geldmarkt anzulegen. Insgesamt sollten Aktien aus dem Euroraum im Portfolio untergewichtet bleiben, lautet die Empfehlung der französischen Fondsgesellschaft.

Axa IM

Die politischen Risiken im Euroraum nähmen zu, sagt der Leiter Anlagestrategie bei Axa IM, Franz Wenzel: “Es wird heiß für Aktienanleger: Zwar erholt sich die Weltwirtschaft aktuell wie erwartet, aber die politischen Risiken nehmen zu, vor allem in Europa. Der unklare Zustand der Euroraum-Banken, die möglicherweise weitere Leichen im Keller haben, und die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine werden die Konjunktur im Euroraum und damit die Märkte sehr wahrscheinlich belasten.” Axa IM hat die Gewinnprognosen für Unternehmen aus dem Euroraum auf etwa plus zehn Prozent gesenkt.

Peripherie-Anleihen bevorzugt

Trotz der ermutigenden Konjunkturdaten hat sich an der Geldpolitik der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB) in den letzten Wochen nur wenig geändert. Die expansive Geldpolitik wird fortgesetzt.

“Im Euroraum führt das umfangreiche Quantitative Easing dazu, dass die Renditen der Bundesanleihen weiter niedrig bleiben. Wir erwarten daher jetzt nur noch einen leichten Anstieg auf 1,25 Prozent zum Jahresende“, so Wenzel. Bundesanleihen dürften sich deshalb in den nächsten sechs Monaten besser entwickeln als US-Treasuries, bei denen die Volkswirte eine Zehnjahresrendite von knapp drei Prozent prognostizieren. Wenzel präferiert aber wegen der höheren Spreads Titel aus den Peripherieländern gegenüber Bundesanleihen.

Bei Unternehmensanleihen sollten Anleger auf kurze Laufzeiten achten, insbesondere bei hochverzinsten Produkten: „Wir gehen davon aus, dass derzeit zu viele Anleger auf der Suche nach höheren Renditen Unternehmensanleihen übergewichten. Das gefährdet die Liquidität dieser Assetklasse, zumal die Langfristzinsen steigen werden, sobald die Marktteilnehmer höhere US-Leitzinsen erwarten.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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