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1. August 2014, 10:15
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BNP Paribas kauft DAB Bank

Die französische Bank BNP Paribas wird 81,39 Prozent der Unicredit-Tochter DAB Bank mit Sitz in München erwerben. Der Kaufpreis der Aktien liegt nach Angaben des Unternehmens bei rund 355 Millionen Euro.

BNP Paribas

Diese Übernahme bedeutet für BNP Paribas nach eigener Einschätzung einen großen Schritt beim Ausbau ihres europäischen Digital-Banking- und Brokerage-Geschäfts. Die Gruppe kann mit der deutschen Direktbank die Anzahl ihrer Kunden hierzulande in diesem Segment auf rund 1,4 Millionen nahezu verdoppeln. Das verwaltete Vermögen soll dann bei etwa 58 Milliarden Euro liegen. Die kombinierte Anzahl der Wertpapiertransaktionen belief sich im ersten Halbjahr 2014 auf annähernd 6 Millionen, so die Mitteilung.

Der Abschluss finaler Verträge steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats der Unicredit Bank AG und der Genehmigung der Regulierungs- und Kartellbehörden.

Das Unternehmen mit Sitz in München wächst im Privatkundengeschäft und in seinem B2B-Angebot für unabhängige Vermögensverwalter. Die DAB Bank ist in Deutschland und Österreich aktiv und hat dort 567.000 bzw. 67.000 Kunden. Die Gesamteinlagen belaufen sich auf 5 Milliarden Euro, und der Wertpapierbestand besitzt einen Wert von 30 Milliarden Euro.

BNP Paribas hat mit Cortal Consors bereits einen Anbieter von Online-Banking und Brokerage in Deutschland im Konzern. Deutschland ist für die europäischen Wachstumspläne von BNP Paribas ein Kernmarkt, weshalb sich das Unternehmen in Bezug auf den Umsatz ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt hat und dazu zusätzliche Mittel und Arbeitskräfte einsetzen will.

Camille Fohl, Deutschlandchef von BNP Paribas und Chairman des deutschen Management Boards, sagt: „Der Zukauf der DAB Bank ist eine einmalige Gelegenheit, um in Deutschland weiter zu wachsen. Wir können so unsere Kunden- und Einlagenbasis deutlich erhöhen und auch verbreitern und den Ausbau unserer Geschäftsfelder im Rahmen des strategischen Wachstumsplans in Deutschland unterstützen.“ (mr)

Foto: Shutterstock

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