E&G: Europas Aktien profitieren 2015 vom billigen Geld

Volatile Kapitalmärkte, Niedrigzins und billiges Geld der Zentralbanken – darauf müssen sich Anleger auch 2015 einstellen. Der deutsche Aktienmarkt werde von Geldflut sowie Nullzinsen für Sparbuch und Anleihen solider Schuldner weiter profitieren, sagen die Kapitalmarktexperten von Ellwanger & Geiger.

Ellwanger & Geiger prophezeit europäischen Aktien ein gutes Jahr 2015.

Im kommenden Jahr werde die Geldpolitik der EZB noch stärker in den Fokus rücken. Weil die Wirtschaft in den Peripheriestaaten weiter schwächelt, könnte EZB-Chef Mario Draghi in 2015 bereits angekündigte Maßnahmen wie den massiven Ankauf von Staatsanleihen starten, so die Stuttgarter. Kurzfristige Folgen für die Inflationsrate hierzulande seien jedoch nicht zu erwarten.

Deutschland als Lokomotive

„Die Inflation wird 2015 auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben“, sagt Andreas Rapp, Leiter Private Banking bei Ellwanger & Geiger. Und ob die angedachte Ausweitung der EZB-Bilanz ein Erfolg werde, bleibe abzuwarten. Da die Wirtschaft in Italien und Frankreich unverändert stagniert, werde Deutschland im Euroraum wieder in der Rolle der Konjunkturlokomotive schlüpfen müssen.

Exporte profitieren

„Ein schwacher Euro und niedrige Rohstoffkosten sollten der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone zugutekommen“, sagt Rapp. Daher geht Ellwanger & Geiger von einem ersten Halbjahr 2015 aus, das die Konjunkturdelle im Herbst dieses Jahres vergessen lässt. Die Exporte würden vom niedrigen Wechselkurs profitieren und die rohstoffintensiven Industrieunternehmen, aber auch die Konsumenten, hätten massive Einsparungen dank des niedrigen Ölpreises.

„Die europäischen Aktienmärkte sollten in 2015 weiter von der Politik des billigen Geldes, niedrigen Zinsen und fehlenden Anlagealternativen profitieren“, sagt Rapp. Attraktive Dividendenrenditen würden Investoren zusätzlich anlocken.

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