Anzeige
28. Oktober 2014, 16:52
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gam: Daten wichtiger als Hardware

Mark Hawtin, Fondsmanager des Gam Star Technology, sieht das Potenzial von Wearable Technology wie Apples jüngst vorgestellter Uhr in den gesammelten Daten, nicht in der Hardware selbst.

Gam

Hawtin sagt: “Der wirkliche Wert liegt in der Software und in den Netzwerk-Effekten, die durch die breite Nutzerbasis entstehen.“ Auch für Investoren erkennt der Experte daher in den Sensoren, die Körperfunktionen und Aktivitäten aufzeichnen, mehr Potenzial als in spezialisierten Geräten.

Gam: Smarte Uhren verschwinden schnell wieder

“Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Sensoren mit der Kleidung verschmelzen”, so der Fondsmanager. Und weiter: “Sichtbare Geräte wie Smart Watches und Armbänder dürften daher ebenso schnell aus dem Alltag verschwinden, wie sie aufgekommen sind.”

Der Fondsmanager verweist auf die niedrigen Verkaufszahlen von nur zwei Millionen Smart Watches im Jahr 2013. Im Falle der Apple Watch sei es zudem unwahrscheinlich, dass sie wirtschaftlich entscheidend für ein Unternehmen von Apples Größe werde, sagt Hawtin.

Anwendungen im Gesundheitsbereich

Als positives Beispiel nennt der Experte Jawbone, einer “der bedeutendsten Hersteller von Wearables und ein Beispiel für ein Unternehmen, das die Bedeutung der Daten erkannt hat”. So habe das Unternehmen für die bislang größte Studie in diesem Bereich Daten über das Schlafverhalten der Träger seiner Geräte gesammelt. „Diese Daten sind das, was die Gesundheitsindustrie interessiert – nicht das Gerät, das diese Daten sammelt“, betont der Fondsmanager. Allerdings sei Jawbone wie auch Fitbit, ein Hersteller von Fitness-Trackern, für Investoren weniger interessant, da sich diese Unternehmen in Privatbesitz befänden.

Interessante Aktiengesellschaften kennt Hawtin aber auch: “Gelegenheiten sind aber beispielsweise der Chip-Produzent CSR, der die Bluetooth-Verbindung zwischen Wearables und dem Smartphone als lokalem Hub bereitstellt, oder Invensense, ein Hersteller von Micro-Sensoren.”

Aussichtsreiche Anwendungen im Gesundheitsbereich: „Sensoren könnten den Gesundheitszustand einzelner Personen aufzeichnen und automatisch an den behandelnden Arzt senden. So könnten auch Risikopatienten zu Hause überwacht werden. Diese tragen heutzutage noch einen Notruf-Knopf bei sich, der in Zukunft durch Sensoren ersetzt werden könnte.” Eine sehr ähnliche Technologie werde bereits heute von dem britischen Unternehmen Buddi eingesetzt, das damit Polizisten im Einsatz überwacht und automatisch die Leitstelle informiert, wenn ein Polizist bewusstlos wird, so Hawtin. (mr)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Urteil: Versicherer dürfen sich Vergleichsportalen nicht entziehen

Versicherer dürfen sich dem Kfz-Versicherungsvergleich von Check24 nicht entziehen. Das urteilte jetzt das Landgericht Köln (Aktenzeichen 31 O 376/17) und wies dahingehend die Klage der Huk-Coburg gegen das Münchner Vergleichsportal zurück.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Was Bella Italia noch retten kann

Italien ist praktisch pleite und braucht eine europäische Lösung. Eine italienische und damit finale Euro-Krise ist aller Voraussicht nach nicht das, was Brüssel will. Die Halver-Kolumne 

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...