State Street: Europas Anleger fassen Vertrauen

State Street Global Exchange hat die Ergebnisse des State Street Investor Confidence Index (ICI) für Mai 2014 bekannt gegeben. Der globale ICI stieg leicht um 0,5 Punkte auf 119,5 Zähler.

Anleger in Europa sind optimistischer als in anderen Regionen der Welt.

Die Gesamtbetrachtung täuscht jedoch über zwei gegenläufige Trends hinweg: So fiel der nordamerikanische ICI um 6,4 Punkte auf 115,5 Zähler und der asiatische ICI um 10,6 Punkte auf 104,4 Punkte. Das Investorenvertrauen in Europa verbesserte sich jedoch stark, nämlich um 9,3 Punkte auf 111,2 Punkte.

Der Anstieg des europäischen Investorenvertrauens federte demnach die höhere Risikoaversion in Nordamerika und Asien ab. Der Investor Confidence Index wurde von Kenneth Froot und Paul O’Connell von State Street Associates, dem wissenschaftlichen Beratungsgeschäft von State Street Global Exchange, entwickelt. Er misst das Anlegervertrauen oder die Risikobereitschaft der Anleger quantitativ, indem er das tatsächliche Kauf- und Verkaufsverhalten institutioneller Anleger analysiert.

Aktienquote definiert Risikobereitschaft

Der Index definiert Änderungen in der Risikobereitschaft von Anlegern genau: Je größer der Portfolioanteil von Aktien, desto größer ist auch die Risikobereitschaft oder das Vertrauen der Anleger.

Ein Stand von 100 gilt dabei als neutral. Bei diesem Wert halten sich Aufstockung und Abbau langfristiger Risikopositionen die Waage. Im Unterschied zu umfragebasierten Barometern beruht der ICI auf tatsächlich erfolgten Transaktionen institutioneller Anleger und nicht auf Meinungen.

Bewertungssorgen in den USA

„Mit der Aussicht auf eine weitere Lockerung der EZB-Geldpolitik zeigten sich europäische Institute im Mai freundlicher“, sagte Jessica Donohue, Senior Managing Director und Head of Research and Advisory Services von State Street Global Exchange.“„Allerdings wurde der Vertrauenszuwachs in Europa teils durch Bewertungssorgen in den USA gebremst.“

„Wachsende Sorgen über Chinas Immobilienmarkt und die anhaltende Schwäche im produzierenden Gewerbe mögen Auswirkungen auf das asiatische Investorenvertrauen gehabt haben“, kommentierte Froot. „Es wird wichtig sein, die Reaktion von in Schwellenländern investierten Instituten im Auge zu behalten, wenn sich die geldpolitische Straffung der Fed fortsetzt und die Aussicht auf steigende Zinsen am kurzen Ende in der Wahrnehmung durchsetzt.“

Foto: Shutterstock

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