Anzeige
23. Dezember 2014, 15:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Swisscanto: Auch in 2015 gute Aussichten für Corporates

Die Marktentwicklung für Unternehmensanleihen war auch im Jahr 2014 sehr robust – trotz der Zunahme geopolitischer Risiken. Der Schweizer Asset Manager Swisscanto erwartet eine Fortsetzung der soliden Entwicklung in 2015.

Hantel-Christian in Swisscanto: Auch in 2015 gute Aussichten für Corporates

Christian Hantel, Swisscanto: “Kontinuierlicher Mittelzufluss unterstützt Unternehmensanleihen.”

 

Die Maßnahmen der Notenbanken mit Zinssenkungen, solide Kreditkennzahlen der Unternehmen und ein insgesamt positiver Ratingtrend hätten unter anderem für Kursgewinne im Segment der Corporates gesorgt, allen voran im Bereich des Ratings Investment Grade.

Viele Neuemissionen

“Die Emittenten sind in 2014 mit zahlreichen Neuemissionen an den Primärmarkt gekommen. Das hat dazu geführt, dass der Markt in der Summe leicht gewachsen ist. Investoren nahmen diese neuen Anleihen sehr gut auf, daher hat sich keine Anleihenblase gebildet. Ebenfalls unterstützend für Unternehmensanleihen wirkte sich der kontinuierliche Mittelzufluss aus”, so Christian Hantel, Senior Portfolio Manager bei Swisscanto.

Stabiler Finanzsektor

Besonders erfreulich war nach seiner Auffassung der stabilere Finanzsektor dank des regulatorischen Drucks. Die verbesserte Kapitalausstattung infolge “Basel III” sowie die Bestätigung des jüngsten EZB-Stresstests förderten das Vertrauen in Anleihen der Finanzinstitute. Entsprechend hätten deren Anleihen zu den Gewinnern in diesem Jahr gezählt.

CoCo-Bonds – Prüfung jeder Neuemission ist elementar

“Auch das Untersegment der CoCo-Bonds (bedingte Wandelanleihen), die von Banken begeben werden, sorgte für Kursgewinne. Dank des Kapitalbedarfs wächst der Markt der CoCo-Bonds weiterhin und bringt immer wieder attraktive Papiere mit relativ hohen Kupons auf den Markt. Aufgrund der speziellen Ausstattungen der CoCo-Bonds ist die Prüfung jeder Neuemission elementar, nur so ist eine angemessene Kompensation des Risikos gegeben”, sagt Hantel.

Attraktivität gegenüber Staatsanleihen

Auch für das Jahr 2015 sieht der Manager des Swisscanto (LU) Bond Invest Global Corporate H mehr Chancen als Risiken beim Investieren in Unternehmensanleihen: “Die Attraktivität gegenüber Staatsanleihen wird sicherlich anhalten. Moderat steigende US-Zinsen sind kein Grund zur Sorge. Lediglich ein rascher Zinsanstieg könnte zu Verunsicherung und Kurseinbußen führen. Aber das bisherige Verhalten der US-Notenbank lässt das nicht erwarten. Und in Europa dürfte es zu keinen Zinserhöhungen kommen. Klar ist: Notenbanken und ihre Maßnahmen spielen unverändert die zentrale Rolle. Interessant ist auch die Tatsache, dass die momentane Kreditrisikoprämie attraktiver ist als vor der Finanzkrise.”

Spread-Einengung realistisch

Weiter meint der Anleihenexperte: “Eine Spread-Einengung bei Unternehmensanleihen ist realistisch. Bleibt die US-Wirtschaft solide und gehen die Fortschritte in der Euro-Peripherie weiter, dann sind das unterstützende Marktfaktoren. Dagegen wäre ein Rückfall in die Rezession problematisch. Für Corporates spricht zudem der laufende Ertrag, der Schutz in volatilen Phasen bietet. Im Portfoliomanagement erscheint kommendes Jahr vor allem die Vermeidung von ‘Fallen Angels’ und Unternehmen mit einem negativen Kredittrend von Bedeutung.”

Papiere von Banken und Versicherungen bevorzugt

Mit einem globalen Anleihenuniversum profitiere der Investor von zahlreichen Opportunitäten auf Einzeltitelebene. Aus einer Sektorbetrachtung bevorzugt Hantel zurzeit nachrangige Anleihen von Banken und Versicherungen sowie Hybridanleihen von Unternehmen. Generell hält er die Fortsetzung des guten Corporates-Jahres 2014 im kommenden Jahr für wahrscheinlich.

Foto: Swisscanto

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset – Kfz-Policen – Immobilieninvestments – Ruhestandsplanung

Ab dem 13. September im Handel.

Jubiläumsheft

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Zukunft der Versicherungsbranche + Unangenehme Wahrheiten: Vermittlerzahlen täuschen

Versicherungen

bAV: Nürnberger stellt Pensionsfonds neu auf

Die Nürnberger Pensionsfonds AG erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten in der betrieblichen Altersversorgung (bAV). So kann sich beim bilanzförmigen Pensionsfonds die Kapitalanlage zukünftig automatisch an aktuelle Marktentwicklungen anpassen, um eine langfristig stabile Wertentwicklung zu erreichen. Mit Fidelity International konnte zudem ein neuer Partner im Bereich der Fondsanlage gewonnen werden.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Zinsen werden volatiler

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschäftigt sich unter anderem mit der finanziellen Lage Italiens, während die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wieder einmal am Leitzins gedreht hat.

mehr ...

Investmentfonds

Sieben Anlagestrategien für den Spätzyklus

Die USA erleben ihre zweitlängste wirtschaftliche Expansion, die bereits zehn Jahre andauert. Und auch wenn derzeit kein Ende in Sicht ist, stellt sich die Frage, wie lange dieser noch anhalten wird. Laut Tilmann Galler, Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management, spricht vieles dafür, dass sich die US-Konjunktur im Spätzyklus befindet. Er nennt sieben Strategien, mit denen Anleger ihre Portfolios defensiver Ausrichten können.

mehr ...

Berater

Fintechs: Die fairsten digitalen Finanzberater

Auf dem deutschen Markt tummeln sich bereits über 300 verschiedene sogenannte Fintechs – Tendenz laut Experten steigend. Welche davon am fairsten aufgestellt sind, hat das Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit Focus Money untersucht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Falschberatung: Sparkasse muss zahlen

Mangelhafte Beratung kann den Berater teuer zu stehen kommen. Das erfährt eine oberpfälzische Sparkasse gerade am eigenen Leib, wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zeigt.

mehr ...

Recht

Heckenschnitt: Was gilt im Streitfall?

Landesrechtliche Regelungen geben oft vor, wie hoch eine Hecke auf einer Grundstücksgrenze sein darf. Nachbarn können jedoch nicht verlangen, dass der Eigentümer seine Hecke vorsorglich im Herbst und Winter so stark herunterschneidet, dass sie im Sommer die zulässige nicht Höhe überschreitet. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Landgericht Freiburg.

mehr ...