Erfolgsverwöhnte Aktien-Picker der Wall Street fallen zurück

Robert D’Alelio hat den langfristigen Erfolg, den jeder Fondsmanager anstrebt. In den vergangenen 15 Jahren hat er mit dem 12,6 Mrd. Dollar schweren Neuberger Berman Genesis Fund 98 Prozent der Konkurrenz geschlagen und seine Benchmark, den Russell 2000 Index, deutlich hinter sich gelassen.

Angesichts ihrer unter dem Marktdurchschnitt liegenden Entwicklung dürften die Fondsmanager ihr Anlageverfahren ändern.

Aber für die vergangenen fünf Jahre sieht die Bilanz von D’Alelio nicht so toll aus. Er ist hinter seiner Messgröße zurückgeblieben, und er ist nicht der einzige mit diesem Schicksal.

Aktien-Picker wie Donald Yacktman vom AMG Yacktman Fund und das Team von O. Mason Hawkins und G. Staley Cates bei Longleaf Partners Fund haben in diesem Zeitraum ihre Benchmarks verfehlt, nachdem sie in den zehn Jahren zuvor diese übertrafen.

Der Markt ist Schuld

Die Fondsmanager führen an, das läge nicht an ihnen, sondern am Markt. Das lockere geldpolitische Klima der Federal Reserve mit fast Null-Zinsen habe die Kurse von US-Aktien niedrigerer Qualität künstlich angeschoben, argumentieren sie. Dadurch werden jene abgestraft, die sich auf Unternehmen mit den besten Rahmenbedingungen konzentrieren.

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Gleichzeitig habe die unaufhaltsame Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ihnen weniger Gelegenheiten gelassen, Schnäppchen aufzuspüren oder ihr Können in volatileren Zeiten unter Beweis zu stellen. “In eindeutig steigenden Märkten braucht man keine aktiven Manager”, erläutert D’Alelio.

Lediglich 20 Prozent der Investmentfonds, die aktiv auf US- Aktien setzen, haben 2014 ihre Hauptbenchmarks geschlagen und 21 Prozent haben in den fünf Jahren bis zum 31. Dezember die Indizes übertroffen, geht aus Daten von Morningstar Inc. aus Chicago hervor. Über 10 und 15 Jahre steigt der Anteil der Gewinner auf 34 Prozent beziehungsweise 58 Prozent.

Seite zwei: Unzufriedenheit der Investoren

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