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12. März 2015, 14:44
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Allianz GI: Technologie vor nächstem Innovationszyklus

Der Technologiesektor befindet sich am Anfang eines neuen Innovationszyklus. Davon gehen die Experten von Allianz Global Investors aus.

Allianz GI

Apple-Store in der Fifth Avenue, New York

Hightech sollte demnach noch stärker als bislang in alle Lebensbereiche vordringen. Technologie wird laut der Frankfurter Fondsgesellschaft im kommenden Jahrzehnt allgegenwärtig und jenseits der IT deutlich stärkeren Einfluss auf nahezu jede Branche nehmen.

Branche im ständigen Wandel

Sebastian Thomas, Leiter des US Technologie-Research und Portfoliomanager, sagt: “Der heutige Technologiesektor hat kaum noch etwas mit der Branche gemeinsam, als 2000 die dot.com-Blase geplatzt ist, und die kommenden zehn Jahre dürften ähnlich dynamisch verlaufen und eine Vielzahl von Innovationen hervorbringen. Wir befinden uns in der frühen Phase eines neuen Zyklus, der spannend für Kunden, umwälzend für Unternehmen und Branchen und attraktiv für Investoren sein dürfte.”

Fusionen und Übernahmen dürften den Sektor genauso verändern wie der mögliche Trend, dass Technologiefirmen tiefer in die Wertschöpfung der Branchen vordringen, die sie derzeit noch beliefern. “Wer in Unternehmen investiert, die Technologien für komplett neue Geschäftsmodelle entwickeln, dürfte von erheblichen langfristigen Wertsteigerungen profitieren”, so Thomas.

Internet hat sich rasant verbreitet

Die letzten 15 Jahre haben dem Experten zufolge gezeigt, wie sehr Technologie die Wirtschaft verändert. Im Jahr 2000 nutzten gerade einmal 361 Millionen Menschen das Internet, nicht selten über instabile Modem-Verbindungen. Amazon durchbrach beim Umsatz erstmalig die Marke von einer Milliarde US-Dollar, das Überleben von Apple war fraglich, Google und Alibaba waren Start-Ups, und der heutige CEO von Facebook Mark Zuckerberg war noch auf der High School.

Fünfzehn Jahre später werden die genannten Unternehmen zusammen an der Börse mit über einer Billion US-Dollar bewertet und erwirtschaften eine jährlichen Cash-Flow von fast 90 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Internetnutzer ist weltweit um das Achtfache auf über drei Milliarden in 2014 gestiegen.

Neue Trends voraus

Bis 2030 erwartet Thomas folgende Trends:

Antiquierte Netzwerkarchitekturen von Unternehmen werden mehr und mehr durch alternative Lösungen mit mehr Funktionalitäten, höherer Performanz und – aufgrund von zentralen Cloud Computing und Software als Service – zu geringeren Kosten ersetzt.

Fallende Chip-Preise und vielfältigere Anwendungen führen zu einem rasanten Wachstum des “Internet der Dinge”, bei dem Technologie in immer vielfältigeren Funktionen in Gegenständen des Alltags bis hin zu Uhren oder Schmuck zur Anwendung kommt.

Das “industrielle Internet”: Automatisierung ermöglicht Fortschritte im Bereich des sicheren Zahlungsverkehrs, der fahrerlosen Automobilität and in der Produktion durch intelligente Roboter.

Technologiefirmen erschließen durch die investorenfreundlichere Verwendung ihrer Cash-Bestände neue Anlegerkreise.

Die Analyse von digitalen bzw. Technologierisiken von Unternehmen entwickelt sich neben finanziellen Parametern zu einem festenBestandteil der Unternehmensanalyse.

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