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22. Juli 2015, 10:15
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BVI empfiehlt diversifizierte Investments

Viele Sparer streuen ihre Geldanlagen nicht über verschiedene Regionen, sondern konzentrieren sich auf Wertpapiere aus der Heimat. Der deutsche Fondsverband BVI warnt vor den Risiken dieser Strategie.

BVI

Börsenbulle in New York – ein Symbol für steigende Kurse.

Die Einschätzung des Branchenverbands lautet, dass dieses Verhalten zwar nachvollziehbar sei, die kulturelle Nähe zu heimischen Unternehmen bei der Geldanlage aber ihre Tücken habe.

Breit streuen

Weiter heißt es vom BVI: Um Marktrisiken zu mindern, ist es generell ratsam, Investments breit über verschiedene Unternehmen, Branchen, Länder und Währungen zu streuen. Viele Anleger halten sich jedoch nicht an diese Maxime. So liegt der Arbeitsplatz der meisten Sparer in dem Land, in dem sie auch ihr Eigenheim besitzen und am liebsten investieren sie in Unternehmen und deren Wertpapiere, die sie kennen. Dieser sogenannte Home bias bringt aber unangemessene Klumpenrisiken.

Gerät etwa ein großes heimisches Unternehmen in Schwierigkeiten, geraten dort nicht nur viele Arbeitsplätze in Gefahr, betroffen sind meist auch die lokalen Immobilienpreise sowie die Kurse der Aktien und Anleihen des Unternehmens und seiner Zulieferer. Anleger sollten deshalb bei ihren Investments kosmopolitischer denken und über Ländergrenzen hinweg investieren. Damit machen sie sich unabhängiger von den Entwicklungen in ihrer Heimat.

Die Gründe für die ausgeprägte Heimatliebe liegen auf der Hand: Während Sparer oftmals gut informiert sind über die Unternehmen aus ihrer Region, fehlen ihnen diese Informationen zu ausländischen Märkten und Gesellschaften. Viele Anleger trauen sich deshalb nicht, in Wertpapiere ausländischer Unternehmen zu investieren. Hinzu kommt das Währungsrisiko. Trotzdem müssen Anleger nicht auf international gestreute Anlagen verzichten.

Als Fertigbauteile für weltweite Anlagen stehen hierfür Investmentfonds bereit. Ganz gleich ob Sparer weltweit, in einzelne Länder oder in spezielle Branchen investieren möchten – bei weltweit anlegenden Fonds nehmen die Fondsmanager den Anlegern die Entscheidung über die Auswahl der einzelnen Wertpapiere ab. Sie investieren das Kapital breit über Ländergrenzen hinweg und streuen damit das Risiko. Geraten einzelne Unternehmen in Schwierigkeiten, können andere die Kursschwankungen im Fonds ausgleichen. (mr)

Foto: Shutterstock

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