Anzeige
Anzeige
24. März 2015, 08:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

China will Zinsen bald liberalisieren

China will seine Zinsen möglicherweise schon dieses Jahr völlig liberalisieren. Trotz des zuletzt überraschend langsamen Wachstums der zweitgrößten Volkswirtschaft wird die Zentralbank den Geldhahn allerdings nicht weiter aufdrehen.

China-immobilien-750-shutt 191085812 in China will Zinsen bald liberalisieren

China will Einlagenzinsen künftig nicht mehr deckeln.

“Unsere umsichtige Geldpolitik hat sich nicht geändert”, betonte Zentralbankchef Zhou Xiaochuan am Donnerstag auf einer Pressekonferenz anlässlich der laufenden Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Die Wahrscheinlichkeit aber, dass die Zinsen in diesem Jahr noch freigegeben werden, sei “sehr hoch”, sagte Zhou.

Versicherung für Bankeinlagen in Planung

Wenn möglich werde als letzter Schritt die Deckelung der Zinssätze für Einlagen bei Banken bis Jahresende fallen. Er kündigte auch an, dass die geplante Versicherung für Bankeinlagen noch in der ersten Jahreshälfte kommen werde. Nach der leichten Lockerung des Leitzins und der Mindestreservesätze stieg die Kreditvergabe im Februar stärker als erwartet. Auch die überraschend schwachen Wirtschaftsdaten seit Jahresanfang ändern nichts an der vorsichtigen Haltung des Zentralbankchefs.

Nach zwei Jahrzehnten mit zweistelligem Wachstum sei Chinas Wirtschaft in eine Phase der “neuen Normalität” eingetreten, sagte Zhou. “Das unterscheidet sich von einer problematischen Situation.”

Deflationsrisiken unter Beobachtung

Die Deflationsrisiken, die durch den seit drei Jahren anhaltenden Rückgang der Erzeugerpreise erkennbar sind, will der Notenbankchef zunächst weiter beobachten. In der “neuen Normalität” schwankten die Erzeugerpreise stärker, sagte er. Auch hätten sich die Rohstoffpreise auf dem internationalen Markt stark verändert.

“Wir brauchen mehr Zeit, um das zu beobachten und einen größeren Trend festzustellen.” Um ausreichend Liquidität am Finanzmarkt zu sichern, habe die Zentralbank bereits zu geldpolitischen Instrumenten gegriffen. Aber die Geldpolitik bleibe “ziemlich umsichtig und neutral”.

Zwei Zinssenkungen seit November 2014

Seit November hat die Zentralbank zweimal die Zinsen gesenkt und einmal die Mindestsätze für die Kapitalreserven gesenkt. Zum Auftakt der Sitzung des Volkskongresses hatte Ministerpräsident Li Keqiang nach 7,4 Prozent Wachstum im Vorjahr das Ziel für dieses Jahr auf “etwa sieben Prozent” heruntergeschraubt. Es wäre der niedrigste Stand seit 25 Jahren.

Quelle: dpa-afx

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Die Top-Versicherer-Websites 2017

Schon zum 21. Mal hat das Netzwerk AMC die Websites deutscher Versicherer untersucht. Im Rahmen dieser Studie wurden auch in diesem Jahr die besten Internetauftritte mit dem Gütesiegel “TOP-Website 2017” ausgezeichnet.

mehr ...

Immobilien

Deka-Immobilienfonds verkaufen zehn Objekte in Deutschland

Die Deka Immobilien hat zehn Liegenschaften in Deutschland mit einem Transaktionsvolumen von insgesamt rund 220 Millionen Euro an verschiedene Käufer veräußert. Damit werde die strategische Portfoliobereinigung verschiedener offener Immobilienfonds und Spezialfonds fortgesetzt.

mehr ...

Investmentfonds

Dirk Müller: “Wir feiern eine Gartenparty über der Erdbebenspalte”

Welche Folgen wird das Platzen der chinesischen Blase haben? Ist es überhaupt wünschenswert, die Blase noch länger wachsen zu lassen, bevor sie platzen wird? Und sollten sich Anleger schon 2018 auf einen Crash einstellen? Darüber hat Cash. mit Dirk Müller gesprochen.

mehr ...

Berater

VÖB: Kompromiss bei Kapitalregeln zum Nachteil deutscher Banken

Der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) glaubt, dass die Einigung auf schärfere Kapitalregeln (“Basel III”) sich nachteilig für deutsche Institute auswirken wird. Viele Banken hätten schon jetzt Schwierigkeiten, ertragreich zu wirtschaften.

mehr ...

Sachwertanlagen

BaFin warnt vor weiterem Pseudo-Finanzdienstleister

Die Finanzaufsicht BaFin weist erneut auf ein Unternehmen hin, das über keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG) verfügt. In diesem Fall hatte der Finanzdienstleister dreist das Gegenteil behauptet.

mehr ...

Recht

Wie Patchwork-Familien am besten für den Notfall vorsorgen

Patchwork-Familien sind heute gang und gäbe. Da deutsche Gesetze jedoch häufig noch auf dem traditionellen Familienbild basieren, ist es für diesen Familien-Typus umso wichtiger, eigenständig Vorkehrungen für Ernstfälle zu treffen.

Gastbeitrag von Margit Winkler, Institut Generationenberatung

mehr ...