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16. Januar 2015, 10:29
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Deutsche AWM: ETF-Markt bleibt auf Erfolgskurs

Der Markt für Indexfonds hierzulande wächst kräftig. Nach Einschätzung der Deutschen Asset & Wealth Management werden ETFs auch in diesem Jahr zu den Erfolgsprodukten gehören.

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Simon Klein, Deutsche Asset & Wealth Management

Demnach wird der ETF-Absatz in Europa wie im Vorjahr zwischen 15 und 20 Prozent wachsen. Potenzial scheint vorhanden: Mit 357,3 Milliarden Euro verwaltetem ETF-Vermögen beträgt der europäische Indexfonds-Anteil am gesamten Fondsvolumen in Europa derzeit lediglich rund 3,3 Prozent.

“Wachstumstreiber sind neuartige Produkte”

Wachstumstreiber bleiben laut Simon Klein, Leiter Vertrieb ETP & Institutionelle Mandate EMEA und Asien, neben echten Produktinnovationen die Serviceleistungen für Kunden sowie ein starker Preiswettbewerb: “Wirklich neue ETFs schaffen Zugang zu bisher nicht investierbaren Märkten oder liefern ein bisher noch nicht verfügbares Exposure.“ Gerade die Serviceleistungen seien für professionelle Investoren das Zünglein an der Waage, wenn es bei gleichen oder ähnlichen Produkten um die Anbieterauswahl gehe.

Zu solchen Serviceleistungen gehören unter anderem die Bereitstellung von Musterportfolien, die neben einer Portfoliokonstruktion sowohl Kennzahlen und Statistiken als auch die historische Wertentwicklung aufzeigen. Ebenso sei wichtig, dass ein ETF-Anbieter den Handel für professionelle Kunden so unterstützt, dass die ETF-Handelskosten möglichst gering gehalten werden können, so Klein.

ETFs mit Kostenvorteil

Die Kosteneffizienz bei ETFs sieht Klein als einen wichtigen Grund für das ETF-Wachstum des vergangenen Jahres: „Wir waren in Europa 2014 der erste ETF-Anbieter, der eine preisgünstige Core-ETF-Palette aufgelegt hat. Damit konnten wir insbesondere neue Kunden gewinnen, für die ETFs jetzt zu einer interessanten Anlagealternative – beispielsweise zu Futures und institutionellen Mandaten – geworden sind“, so Klein.

Mit den Zuflüssen in die hauseigenen ETFs von DB X-Trackers zeigt sich Klein zufrieden. 2014 haben Anleger netto 4,2 Milliarden Euro eingezahlt. Klein erläutert: “Wir haben 2014 drei wesentliche Wachstumspfeiler eingepflockt: Wir haben unsere beliebtesten und größten ETFs auf die physische Replikation umgestellt. Daneben haben wir innovative ETFs aufgelegt, wie zum Beispiel unseren physischen China-A-ETF oder einen ETF auf den Barclays Global Aggregate Index. Zudem haben wir auch aufgrund unserer kostengünstigen Core-ETF-Palette neue Kunden gewonnen. Die hohen Nettomittelzuflüsse belegen, dass unsere Wachstumsstrategie aufgegangen ist.“

Die Deutsche AWM ist nach eigenen Angaben derzeit in Europa zweitgrößter Anbieter physischer ETFs mit einem verwalteten Vermögen in direkten ETFs von 17,7 Milliarden Euro. Insgesamt verwaltet die Deutsche AWM 44,9 Milliarden Euro in Indexprodukten.

Nachfrage nach Renten-ETFs wächst besonders stark

Derzeit steigt die Nachfrage nach Renten-ETFs überproportional. Das verwaltete Volumen in Renten-ETFs ist 2014 um 41 Prozent gestiegen, während es bei Aktien-ETFs 22 Prozent waren. Allerdings von einer deutlcih kleineren Basis aus.

Auch für die Zukunft erwartet Klein überdurchschnittliche Mittelzuflüsse im Rentensegment. So verzeichnete die Deutsche AWM 2014 alleine im ETF-Rentenbereich rund 1,5 Milliarden EUR Nettomittelzuflüsse.

Klein betont zudem den Trend, dass ETFs immer häufiger von aktiven Fondsmanagern eingesetzt werden. So sei der Bereich der Strategic-Beta-Produkte ein gutes Beispiel dafür, wie mit regelbasierten Investmentstilen und unter Einsatz von ETFs eine Outperformance zu klassischen Marktrenditen erzielt werden könne. Aber auch wenn der Bereich Strategic Beta ein hohes Wachstumspotenzial böte, so sei die edukative Aufgabe, solche Portfolios den Investoren zu erklären, noch enorm hoch. (mr)

Foto: Deutsche AWM

 

 

 

 

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1 Kommentar

  1. Aktien, Gold und Immobilien sind doch für die meisten Anleger die besten Anlageformen. Ja nach Risikoneigung kann jeder eine andere Gewichtung festlegen aber mit allen drei kann sich wirklich jeder wohlfühlen und Rendite generieren statt sich über niedrige Zinsen zu ärgern.

    Kommentar von Jan Lanc — 17. Januar 2015 @ 14:48

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