14. Januar 2015, 14:35
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Jupiter AM: Trends im neuen Jahr

Der strukturelle Dollaranstieg bleibt auch 2015 ein großes Risiko für die Schwellenländer, China eingeschlossen. Ein stärkerer Dollar wirkt disinflationär und könnte am Ende der Federal Reserve die Arbeit abnehmen.

Gastbeitrag von Ariel Bezalel, Jupiter Asset Management

Dollar

“Unsere größte Sorge gilt den möglichen Folgen des Dollaranstiegs für die Weltwirtschaft.”

Die Konjunkturentwicklung in den USA verläuft weiterhin kraftvoll. Wir haben allerdings Zweifel, ob die Weltwirtschaft auf die Dauer mit einer einzigen Wachstumslokomotive auskommt. Besorgt sind wir auch über die anscheinend unbekümmerte Haltung, mit der die Börsen angesichts der globalen Ungleichgewichte ins Jahr 2015 starten.

Geldmengenlockerung abgeschlossenes Kapitel

In den USA ist die Geldmengenlockerung ein abgeschlossenes Kapitel. Die Notenbank (Fed) muss jetzt einen Drahtseilakt vollführen und darf die Zügel in dem fragilen globalen Umfeld weder zu locker lassen noch zu sehr straffen.

Mehrere Fed-Mitglieder möchten die Geldpolitik möglichst bald normalisieren. Insofern könnte es irgendwann in diesem Jahr zu einer Zinsanhebung kommen. Wir befürchten, dass ein solcher Schritt möglicherweise verfrüht wäre.

Unsere größte Sorge gilt jedoch den möglichen Folgen des Dollaranstiegs für die Weltwirtschaft. Der Aufwärtstrend der US-Währung wird noch verstärkt durch strukturelle Veränderungen in der amerikanischen Zahlungsbilanz und die immer stärker divergierende Haltung der internationalen Notenbanken.

Dollarstärke disinflationär

Die Dollarstärke wirkt einerseits disinflationär und könnte am Ende der Federal Reserve die Arbeit – sprich die Straffung der Geldpolitik – abnehmen. Verbrauchern und Unternehmen in den USA gibt sie überwiegend Grund zur Freude.

Allerdings haben seit der Finanzkrise laut Schätzungen 5 Billionen US-Dollar, eine gewaltige Summe, als Folge der Geldpolitik der Fed den Weg in die Schwellenländer gefunden. Allein nach China sollen 2 Billionen Dollar geflossen sein.

Seite zwei: Inverse Korrelation zwischen Dollar und Rohstoffpreisen

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