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29. Mai 2015, 13:53
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Herausforderung Risikoklassifizierung

Wie bringe ich Fonds und Anleger beratungssicher zusammen?

Kolumne: Martin Stenger, Fidelity Worldwide Investment

Fidelity

Martin Stenger, Fidelity Worldwide Investment

Investmentfonds verzeichnen aktuell Mittelzuflüsse in Rekordhöhe. Und das gilt nicht nur für Spezialfonds, sondern auch für Publikumsfonds. Das heißt: Eine zunehmende Zahl an Sparern wagt endlich den Schritt hin zu mehr Risiko, um der Niedrigzinsfalle zu entfliehen. Für nicht wenige Finanzberater endet damit allerdings eine komfortable Situation: Denn bisher waren viele ihrer Kunden zufrieden mit einem soliden und sicheren Wertzuwachs, den Staatsanleihen oder Versicherungsprodukte brachten. Nun bringt der Schritt der Kunden zu mehr Risiko neue Herausforderungen im Beratungsalltag und der Produktauswahl mit sich.

Einstufung in vier Risikoklassen

Berater ordnen dem Kunden eine Risikoklassifizierung zu – wenn sie Investmentfonds anbieten nach Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Diese Klassifizierung steht dann im Normalfall dauerhaft fest. In der Regel erfolgt die Einstufung in vier Risikoklassen, von sicherheitsorientiert bis spekulativ. Auf der Investmentfondsseite gibt es ebenfalls eine Klassifizierung nach Risiko, allerdings nach einer anderen Systematik, dem synthetischen Risiko-Ertrags-Indikator (Synthetic Risk Reward Indicator SRRI). Diese Risikokennzahl gibt an, wie volatil ein Anlageprodukt ist. Die Formel berücksichtigt die durchschnittliche Wertschwankung in den vergangenen fünf Jahren. Daraus ergibt sich eine Kennzahl auf einer Skala von 1 (geringes Risiko bei potenziell geringerem Ertrag) bis 7 (hohes Risiko bei potenziell höherem Ertrag).

Diese Systematik hat zur Folge, dass sich die SRRI-Klasse eines Finanzprodukts im Laufe der Zeit ändern kann. Das ist – gerade für die Beratungspraxis und das Thema Rechtssicherheit der Beratung – ein ganz wesentlicher Unterschied zur Risikoklassifizierung des Kunden, die in der Regel dauerhaft feststeht. Die Herausforderung für Finanzberater besteht nun darin, die konstante Kundenklassifizierung mit der potenziell schwankenden SRRI Produktklassifizierung in Einklang zu bringen. Hier sind Produkte hilfreich, die über ihre gesamte Laufzeit eine gleichbleibende SRRI-Klassifizierung haben. Denn das bedeutet: Der Berater kann dem Kunden ein Produkt anbieten, das dauerhaft zur Risikoklassifizierung des Kunden passt.

Fonds mit beständiger Klassifizierung

Die Lösung sind Fonds, die eine konstante SRRI-Klassifizierung besitzen. In der Regel handelt es sich dabei um Multi-Asset-Fonds. Sie bringen für Kunden und Berater gleichermaßen einen entscheidenden Mehrwert. Beide können sicher sein, dass die Anlage dauerhaft dem Risikoprofil des Kunden entspricht. Damit ist der Berater auch in der Lage, WpHG und SRRI zu synchronisieren. Es besteht weder eine Nachberatungspflicht noch müssen Allokationsentscheidungen zwischen verschiedenen Anlageklassen gefällt werden, da in Multi-Asset-Produkte investiert wird. Das bedeutet Anlage- und Beratungssicherheit für beide – Berater und Kunden.

Autor Martin Stenger leitet den Vertrieb für unabhängige Finanzberater und Versicherungen bei der Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investment in Deutschland.

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