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23. Juni 2015, 08:12
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Man Group: Übernahmephantasie durch hohe Liquidität bei Pharma

Die Pharmabranche ist im Übernahmefieber, wodurch die globale Marktkonsolidierung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen hat. Dies ist nach Meinung der Man Group nicht zuletzt auf die zahlreichen Pharma- und Biotech-Unternehmen zurückzuführen, die auslaufende Patente ersetzen müssen.

Biotechnologie-Fidura in Man Group: Übernahmephantasie durch hohe Liquidität bei Pharma

Mit Zukäufen wollen Pharmaunternehmen ihre Produktpipelines vergrößern.

Dabei setzen die Firmen vermehrt auf Zukäufe von kleineren Unternehmen, um ihre Produktepipeline aufzustocken. Hinzu kommt, dass die zehn umsatzstärksten Pharmaunternehmen, darunter Novartis und Roche, Ende des ersten Quartals 2015 einen Bargeldbestand von über 75 Milliarden US-Dollar vorweisen konnten. Die Kassen sind demnach für künftige Übernahmen prall gefüllt und heizen die M&AAktivitäten im Pharmasektor an.

Hohes Transaktionsvolumen

Allein in den vergangenen zwölf Monaten lag das Transaktionsvolumen in der Pharmaindustrie bei über 145 Milliarden US-Dollar. Für Anleger, die ein Auge auf diese Branche geworfen haben, dürften Wandelanleihen interessant sein, da diese oftmals durch eine Übernahmeklausel geschützt sind, was für Anleger von Vorteil sein könnte.

Anleger können im Bereich Wandelanleihen wählen

Potenzielle Investoren haben bei Wandelanleihen derzeit im Pharma- und Biotech-Bereich die Wahl. Da wären etwa das hessische Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen Fresenius mit null Prozent/2019, die in Hilden bei Düsseldorf ansässige Qiagen mit 0,375 Prozent/2019 sowie das amerikanische Pharmazie- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences mit 1,625 Prozent/2016. Die Wandler von Fresenius und Qiagen weisen dabei ein Delta im oberen ausgewogenen Bereich auf. Die Wandelanleihe der amerikanische Gilead hingegen bewegt sich aufgrund der sehr starken Aktienentwicklung der letzten Jahre klar im aktiensensitiven Bereich.

Der Wandler des Medizintechnikunternehmens Elekta etwa läuft im April 2017 aus und ist mit einem jährlichen Kupon von 2,75 Prozent ausgestattet. Elekta stellt hauptsächlich Produkte aus dem Bereich der Strahlentherapie her, veröffentlichte jedoch vergangenen Monat eine Gewinnwarnung für das Gesamtjahr 2014. Die Aktie ist infolgedessen zeitweise um bis zu 26 Prozent eingebrochen und hat nun gegenüber dem Allzeithoch von Mitte 2013 über 50 Prozent an Wert verloren. Dadurch ist auch der Wandler deutlich unter Druck geraten. Dieser handelt zurzeit um 99 Prozent und somit in der Nähe des Bondfloors und weist eine Rendite auf Fälligkeit von 4,2 Prozent auf und handelt damit im Obligationenbereich. (fm)

Foto: Shutterstock

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