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12. Januar 2015, 09:09
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Saxo Bank rechnet mit sinkendem Euro

Christopher Dembik, Volkswirt bei der Saxo Bank, geht davon aus, dass der Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar weiter abnehmen wird.

Saxo Bank

„Nachdem die psychologisch wichtige Marke von 1,20 unterschritten wurde, befindet sich der Euro-US-Dollar-Kurs aktuell auf dem tiefsten Stand seit fast zehn Jahren. Dies könnte nur der Startpunkt für einen weiteren Kursabfall Richtung 1,15 gewesen sein“, erklärt der Experte.

Experten fordern Reformen

Als Hauptgründe nennt Dembik einerseits das Wiederaufleben der Staatsschuldenkrise und andererseits das erwartete Quantitative-Easing-Programm der EZB. Dembik glaubt, dass die EZB keine andere Wahl haben werde, als Staatsanleihen anzukaufen, auch gegen den Widerstand Deutschlands: „Es ist wohl nicht die beste Option, um das Wirtschaftswachstum zu stärken und die Inflation anzukurbeln. Aber es ist die einzige Option, die übrig bleibt“, sagt Dembik. Die Frage sei also nicht, ob die EZB ein Ankaufprogramm beginnt, sondern vielmehr mit welchem Volumen und welchen Vermögenswerten, so der Experte.

Dass viele europäische Staaten bereits vom Euro-Verfall profitiert haben, da sich dadurch ihre preisliche Wettbewerbsfähigkeit verbessert hat, ist nach Dembiks Einschätzung noch keine hinreichende Lösung: „Das wird allerdings nicht reichen, denn die Eurozone kann den globalen Kampf um die Währungsabwertung nicht gewinnen. Um diese Krise zu überstehen, sollte die Eurozone die aktuellen Probleme bezüglich Produktwettbewerbsfähigkeit, Vermögensübertragung von reichen Staaten in die Peripherie und einer engeren Fiskalunion anpacken.“

“Eurozone nicht in der richtigen Spur”

Es könne sich jedoch laut Dembik sehr schnell herausstellen, dass der makroökonomische Einfluss der EZB-Maßnahmen zu gering sein wird und Währungspolitik staatliches Handeln nicht ersetzen kann: „Im Laufe der nächsten Monate wird es wohl zu weiteren Abwärtsbewegungen des Euros kommen. Denn die Eurozone ist offensichtlich nicht in der Lage, wieder in die richtige Spur zu finden.“ (mr)

Foto: Shutterstock

 

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