Schweizer Banken wollen nach Steuerdeal Italien-Kunden halten

Schweizer Vermögensverwalter, die mit einem Exodus italienischer Gelder zu kämpfen haben, können aufatmen.

Die beiden größten Schweizer Banken, UBS Group AG und Credit Suisse Group AG, berichteten, sie hätten etwa ein Drittel der italienischen Gelder, die in der Steueramnestie von 2009 angegeben wurden, verloren.

Eine am Montag unterzeichnete Vereinbarung, Steuerinformationen zwischen den beiden Ländern auszutauschen, hat zur Folge, dass Italien die Schweiz von einer schwarzen Liste nimmt.

Damit können Italiener zu günstigeren Bedingungen nicht deklarierte Schweizer Gelder offenlegen und die Mittel dort belassen.

Italien setzt auf freiwilliges Offenlegungsprogramm

Italien zählt auf ein freiwilliges Offenlegungsprogramm für nicht deklarierte Gelder in Höhe von schätzungsweise etwa 160 Milliarden Euro.

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Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen, wieviel des versteckten Geldes in der Schweiz sein dürfte, aber mehr als zwei Drittel der im Rahmen der jüngsten italienischen Amnestie aufgetauchten Gelder kam aus der Alpenrepublik, ein Signal, wie stark es die Schweizer Banken treffen könnte.

Kostspielige Untersuchungen

Die eidgenössischen Vermögensverwalter haben bereits mit kostspieligen Untersuchungen von den USA bis Frankreich zu kämpfen. Mit dem Deal erhalten sie nun eine Chance, Kunden zu halten, auch wenn das Bankgeheimnis abgeschafft ist.

“Diese Vereinbarung ist sehr gut für Schweizer Banken, wir brauchten sie dringend”, sagt Lars Schlichting, Partner bei KPMG Holding AG in Lugano. “Ohne sie hätten wir alle italienischen Kunden verlieren können, weil wir keine undeklarierten Gelder mehr haben dürfen.”

Seite zwei: Ein Drittel italienischer Gelder verloren

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