Source sieht Fed in der Zwickmühle

Gemischtes Bild der US-Konjunktur lässt die für Mittwoch anstehende Zinsentscheidung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank weniger eindeutig erscheinen, als es die Akteure an den Finanzmärkten bereits vorwegnehmen. Zu dieser Einschätzung kommen die Experten von Source, Anbieter von Exchange Traded Funds (ETFs) in Europa.

Janet Yellen hat als Chefin der US-Notenbank Federal Reserve für den aktuell erwarteten Zinsschritt keinen leichten Stand

Die Source-Experten beziehen sich bei ihrer Beurteilung insbesondere auf die enttäuschenden Ergebnisse der jüngsten Einkaufsmanagerumfrage des Institute for Supply Management (ISM) im verarbeitenden Gewerbe. „Dies würde unter normalen Umständen auf eine Lockerung der Geldpolitik hindeuten, zumindest aber darauf, dass die Fed ihre Zinsen unverändert lässt“, sagt Paul Jackson, Head of Multi-Asset Research bei Source.“Ganz im Gegensatz dazu wird an den Märkten eine Zinsanhebung erwartet.“ Schätzungen der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung für eine Zinsanhebung beim morgigen Treffen des FOMC bei rund 80 Prozent.

25 Basispunkte erwartet

Trotz des Rückgangs des ISM-Einkaufsmanagerindex geht auch Jackson weiterhin von einer Zinsanhebung aus – wahrscheinlich um 25 Basispunkte. In seiner wöchentlichen Mitteilung an Anleger gab er die Prognose ab, dass die Fed im kommenden Jahr drei weitere Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte folgen lassen wird. Dies gelte unter der Maßgabe, dass die jüngsten Daten des ISM-Einkaufsmanagerindex ein falsches Bild zeichnen, da sich andere Wirtschaftssektoren besser entwickeln als das verarbeitende Gewerbe.

Erhöhung wäre positives Signal

Für die Finanzmärkte wäre eine Zinsanhebung durch die Fed ein positives Signal. Nach Angaben von Source betrachten die Anleger Zinserhöhungen der US-Notenbank in der Regel als Bestätigung einer von der US-Konjunktur ausgehenden robusten Erholung. Dieser Eindruck ergibt sich bei einer historischen Betrachtung der durchschnittlichen, annualisierten Gesamtrenditen von auf USD lautenden Anlagen während einer Zinsstraffungsphasen der Fed[1]. Demnach haben diverse Anlageklassen in solchen Zeiten eine positive Wertentwicklung verzeichnet. Diese lag für globale Aktien beispielsweise bei rund zehn Prozent, für Schwellenmarktaktien bei 12 Prozent und für Rohstoffe bei 18 Prozent.

Seite zwei: Zinserhöhung kann Volatilität begrenzen

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