Studie: Portfolio-Anteil von Smart Beta soll steigen

Smart-Beta-Strategien erfreuen sich unter europäischen Investoren zunehmender Beliebtheit. 69 Prozent der Nutzer, die bereits in faktorbasierte Indexanlagen investieren, wollen ihre Allokationen in den nächsten drei Jahren weiter ausbauen, so das Ergebnis einer neuen von Invesco PowerShares in Auftrag gegebenen Befragung.

Bryon Lake, Invesco: „Kontinuierliche Weiterentwicklung der faktorbasierten Indexanlage in Europa“

Für die Studie mit dem Titel „The Emergence of a New Era in Index Investing“ („An der Schwelle zu einer neuen Ära der Indexanlage“) befragte das unabhängige Unternehmen Core Data Nutzer und Nichtnutzer von Smart-Beta- Strategien in der Schweiz, Italien, Deutschland und Großbritannien, um die Treiber und Herausforderungen von Smart-Beta-Ansätzen zu identifizieren und ihre Umsetzung sowie das Potenzial für eine größere Marktdurchdringung in der Zukunft zu beleuchten. Demnach werden Smart-Beta-Ansätze weiter an Bedeutung gewinnen. Unter anderem meinten 60 Prozent der Nutzer, dass sich Smart-Beta-Strategien in den nächsten Jahren zu einer geläufigen Anlagestrategie entwickeln werden.

Vermögensverwalter schätzen Ergebnisse von Smart Beta Strategien

Wie die Studie zeigt, sind Smart-Beta-Ansätze bei Vermögensverwaltern und Finanzberatern zunehmend gefragt und entwickeln sich zu einem festen Bestandteil von Anlageportfolios. Im Schnitt beträgt der Portfolioanteil von Smart-Beta-Strategien aktuell neun Prozent. Von denjenigen, die Smart-Beta-Ansätze nutzen, geben 91 Prozent an, dass diese ihre Erwartungen erfüllt haben. 78 Prozent empfehlen den Smart-Beta-Ansatz ihren Kunden und Kollegen oder anderen Investmentprofis. Als wichtigsten Grund für eine Anlage in Smart Beta nennen die Befragten ihre Überzeugung von den Vorteilen der ausgewählten Strategie.

Faktor Kosten mitentscheidend

An zweiter Stelle folgt die nötige Diversifikation. Insbesondere in Großbritannien spielen aber auch Kostenerwägungen aber eine wichtige Rolle – und eine größere als in Kontinentaleuropa, was an den Vorgaben der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA zur Transparenz von Gebühren und Kosten liegen könnte. Hinter der aktuellen Nachfrage stehen aber vor allem die Bedarfsschätzungen und Empfehlungen der Investmentprofis und weniger die Nachfrage auf Endkundenseite. Vermögensverwalter und Finanzberater begründen ihre Empfehlung für Smart Beta ihren Kunden gegenüber mit verschiedenen Argumenten, vor allem aber mit der potenziellen Realisierung bestimmter Anlageziele und mit Kostenfaktoren.

Smart Beta gut auf Anlageziele auszurichten 

Bryon Lake, Head of Invesco PowerShares EMEA, kommentierte: „Die Ergebnisse der diesjährigen Befragung bestätigen unsere Einschätzung einer kontinuierlichen Weiterentwicklung der faktorbasierten Indexanlage in Europa. Bei einigen Unterschieden zwischen den Märkten wurden drei große Themen deutlich. Erstens wird die faktorbasierte Indexanlage als eine mögliche Lösung betrachtet, die den Bedürfnissen der Investmentbranche gerecht wird. Unsere Analysen zeigen, dass die Ergebniserwartung wichtig ist. Die zunehmende Offenheit von Vermögensverwaltern und Finanzberatern für Smart-Beta-Strategien ist darauf zurückzuführen, dass diese Strategien gut auf bestimmte Anlageziele abgestimmte Ergebnisse erzielen können.“

Ergänzung passiver und aktiver Strategien

Zweitens gibt es viele Möglichkeiten für die Integration von Smart-Beta-Strategien in Portfolios – als Ergänzung bestehender passiver und aktiver Strategien oder zunehmend auch als alternatives Anlageinstrument, das diese Strategien ersetzen kann. Damit könnte Smart Beta eine neue Ära der Indexanlage einläuten. Und schließlich nutzen die Investmentprofis faktorbasierte Strategien nicht nur selbst, sondern empfehlen sie auch weiter, an Kunden und andere Anbieter in der Branche, so Lake weiter. (fm)

Foto: Invesco

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