Anzeige
9. April 2015, 13:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Union Investment: Handlungsdruck bei der Altersvorsorge

Dem Großteil der Deutschen ist bewusst, dass die gesetzliche Rente nicht ausreichen wird. Mehr als die Hälfte der Sparer sieht in den niedrigen Zinsen einen Anlass, die bestehenden Anlagen mit Blick auf die Vorsorge zu überdenken und notfalls umzuschichten. Mit der Umsetzung warten einer Umfrage von Union Investment zufolge die meisten aber vorerst ab.

110927 Erling-6097 in Union Investment: Handlungsdruck bei der Altersvorsorge

Wolfram Erling, Union Investment: “Gerade im Niedrigzinsumfeld gewinnen Zulagen und Steuerersparnisse der Riester-Rente an Bedeutung.”

Deutsche Anleger wissen inzwischen, dass auf die gesetzliche Rente allein kein Verlass mehr ist: 80 Prozent der Befragten geben an, dass die staatliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard zu halten. Eine private Altersvorsorge halten daher 61 Prozent für nötig.

Vorsorgeproblematik erhöht Handlungsdruck

Mit Blick auf die derzeit niedrigen Zinsen spüren die Anleger, dass sich die Vorsorgeproblematik verschärft und der Handlungsdruck zunimmt, um die Sparziele im Alter erreichen zu können. So sind 60 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass es im Niedrigzinsumfeld umso wichtiger ist, privat vorzusorgen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im letzten Quartal und acht Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Vorbehalte gegenüber Aktien und Aktienfonds sowie der Riester-Rente nehmen ab

Diese Einstellung der Deutschen wird auch daran erkennbar, dass sie ihre Vorbehalte gegenüber Anlagen in Aktien und Aktienfonds abbauen. Während im vierten Quartal 2014 noch mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) Aktien und Aktienfonds für die Altersvorsorge ablehnten, sind es aktuell lediglich 35 Prozent.

Mit Blick auf die Riester-Rente gehen die Zweifel ebenfalls zurück. So fällt der Anteil derjenigen, die die Riester-Rente für weniger sicher als die gesetzliche Rente halten, von 43 Prozent im Vorquartal auf derzeit 29 Prozent. 40 Prozent der Sparer sehen in der staatlich geförderten Rente sogar eine sinnvolle Ergänzung. Das ist ein Anstieg um sechs Prozentpunkte gegenüber dem letzten Quartal.

“Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen inzwischen ganz gut einschätzen können, mit welchen Anlagen sie ihre Altersvorsorge nach vorne bringen. Sie erkennen auch, dass gerade im Niedrigzinsumfeld die Zulagen und Steuerersparnisse der Riester-Rente an Bedeutung gewinnen”, sagt Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment.

Anleger sparen weniger für den Ruhestand als sie selbst für notwendig erachten

Obwohl die Deutschen Handlungsdruck bei ihrer Ruhestandssicherung verspüren, halten sich viele mit konkretem Handeln aber noch zurück. Neun von zehn Bundesbürgern, die bereits Maßnahmen für ihre private Altersvorsorge getroffen haben, wollen ihre Vorsorgebeträge in den nächsten sechs Monaten unverändert lassen. Bei der letzten Erhebung waren es 87 Prozent.

Zudem sparen die Deutschen weniger fürs Alter als sie selbst für nötig halten, um ihren Wohlstand zu sichern. Gut die Hälfte der Befragten (52 Prozent) geht davon aus, dass sie 200 Euro oder mehr pro Monat für ihre Rente aufwenden müssten (Vorquartal: 56 Prozent).

Handeln und Anspruch klaffen auseinander

Tatsächlich legt aber wie im vierten Quartal 2014 nicht einmal ein Drittel (31 Prozent) diesen Anteil zurück. 29 Prozent sparen derzeit 100 bis 200 Euro pro Monat. Das sind fünf Prozentpunkte weniger im Vergleich zum vorigen Quartal. Im Gegenzug nimmt der Anteil derer, die 50 bis 100 Euro im Monat zurücklegen, um sechs Prozentpunkte auf 29 Prozent zu. “Das Sparverhalten der Anleger macht deutlich, dass ihre eigenen Ansprüche und ihr Handeln immer noch auseinanderfallen”, so Erling.

Foto: Union Investment

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Arbeiten im Alter: Wenn die Rente (nicht) reicht

In Deutschland ist weit mehr als ein Viertel aller Rentnerinnen und Rentner in den ersten drei Jahren nach Übergang in eine Altersrente erwerbstätig: Besondern Frauen sind betroffen. Rund  31 Prozent gehen einer regelmäßigen bezahlten Beschäftigung nach. Bei den Männern 28 Prozent.

mehr ...

Immobilien

Alpin-Skigebiete: Wo Immobilien am gefragtesten sind

Noch zeigt sich das Wetter in Deutschland sommerlich warm, aber die nächste Wintersaison steht vor der Tür. Der Immobilienberater Knight Frank hat die Veränderungen bei den Immobilienpreisen in den französischen und Schweizer Alpin-Skigebieten untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Leadmanagement: Sales und Marketing müssen kooperieren

Kunden nehmen ein Unternehmen immer als Einheit wahr. Abteilungsgrenzen interessieren ihn nicht. Deshalb muss die interne Zusammenarbeit Hand in Hand funktionieren. Isoliert agierende “Silos“ kann man dabei nicht brauchen.

Gastbeitrag von Anne M. Schüller, Businesscoach

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Einfach oder qualifiziert? Bei Rot ist Schluss mit lustig

Ob bewusst oder aus Versehen, ob im Auto oder auf dem  Fahrrad. Wer glaubt,  bei „Kirschgrün“ könne man mal eben schnell noch drüber hüpfen, gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere. Und es drohen saftige Strafen – von Bußgeld über Punkte in Flensburg bis hin zur Haftstrafe.

 

mehr ...