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15. Juni 2016, 10:24
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Anlageberater verringern Risikoabsicherung mit Blick auf möglichen Brexit

Anlageberater agieren mit Blick auf die anstehende Abstimmung zum Brexit weiterhin zurückhaltend. Die Risiken für die Börse sehen die Private Banking Experten dabei weniger in fallenden Kursen sondern vielmehr in geringer Phantasie für steigende Notierungen.

Boersenhandel in Anlageberater verringern Risikoabsicherung mit Blick auf möglichen Brexit

Die Berater beobachten das Geschehen an der Börse wegen des möglichen Brexits sehr genau.

Die durchschnittlich erwarteten Höchststände, abgeleitet aus den realen Produktkäufen, verharren nahezu unverändert bei 10.300 Punkten im Dax und 3.200 Punkte im Eurostoxx 50 . Das Risiko stark negativer Ausschläge wird hingegen geringer eingeschätzt als zuletzt. Auf Jahressicht setzen die Anlageprofis auf Investments, die Ihre volle Stärke oberhalb von 8.700 Punkten (Vormonat: 8.000 Punkte) im deutschen Leitindex ausspielen. Der Boden für das europäische Bluechip-Barometer wird bei 2.600 Punkten (Vormonat: 2.400 Punkte) ebenfalls höher erwartet. Der Stand des Dericon Risikoindex normalisiert sich und pendelt sich vor allem aufgrund der gesunkenen Risikoerwartung bei einem Stand von 2,6 Punkten ein.

Bei den Basiswerten setzen Berater und Kunden verstärkt auf ausgewählte Einzelaktien. Im Fokus steht dabei die Bayer AG (mit 6,0 Prozent stärkster Einzelwert im Mai). Auf Rang zwei und drei folgen BASF (2,6 Prozent) und Bayer (2,2 Prozent). Der Anteil an Index-Investments nimmt im Vergleich zum Vormonat leicht ab. Der Dax erreicht einen Marktanteil von 16,2 Prozent und der Eurostoxx 50 rangiert bei 31,7 Prozent. Bei den Produktgattungen vertrauen die Anlageprofis auf die bewährten Seitwärtsinstrumente. Discountzertifikate bilden mit 77,8 Prozent die Spitzenposition gefolgt von Aktienanleihen (14,0 Prozent) und Capped Bonuszertifikaten (5,8 Prozent).

Der Anlagehorizont der gekauften, strukturierten Produkte legt leicht zu und liegt im Mittel bei 10,8 Monaten. Auffällig ist, dass der Absatz dabei über alle Laufzeitbänder nahezu gleichverteilt ist. Berater nutzen somit unterschiedliche Strategien, um auf die aktuelle Unsicherheit zu reagieren. Rund ein Fünftel der Experten versucht mit längeren Produktlaufzeiten (größer 18 Monate) aktuelle Unsicherheiten zu überbrücken, während ein Drittel der Berater auf Produkte mit weniger als neun Monaten Restlaufzeit setzt, um kurzfristig agieren zu können. (tr)

Foto: Shutterstock

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