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22. September 2016, 11:30
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Die Welt ersäuft in Schulden – Folgen für die Geldanlage

Das Thema “Schuldenkrise” findet sich kaum noch in öffentlichen Schlagzeilen. Aber ist es tatsächlich verschwunden? Nein, in Europa sind es nicht nur die üblichen Verdächtigen Griechenland oder Portugal, sondern längst auch Frankreich, Italien und Spanien, die bis Oberkante Unterlippe verschuldet sind. Die Halver-Kolumne  

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Robert Halver, Baader Bank

In Amerika vermehrt sich die Staatsverschuldung wie Viren in der Erkältungszeit. Mittlerweile haben sich dort nahezu 20 Billionen angehäuft. Präsident Obama wird als der bisher dynamischste aller Schuldenmacher in die US-Finanzgeschichte eingehen. Er wird die seit Gründung Amerikas 1776 bis zu seinem Amtsantritt im Januar 2009 aufgelaufene Staatsverschuldung am Ende seiner achtjährigen Dienstzeit Anfang 2017 glatt verdoppelt haben. Während Onkel Dagobert Duck im Comic in Golddukaten badet, schwimmt Uncle Sam in Amerika in Schuldpapieren.

Japan steht mit dem 2,5-fachen seiner Wirtschaftsleistung so hoch in der Kreide, dass Griechenland dagegen so etwas wie der Hort der Stabilität ist. Deutschland ist im Vergleich dazu zwar bonitätsstabil wie Granit. Dennoch erfüllen selbst wir das Maastricht-Stabilitätskriterium einer auf 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung begrenzten Staatsverschuldung nicht mehr. Bei strikter Befolgung des Europäischen Stabilitätspakts – zugegebenermaßen ist dieser inzwischen in die ewigen Finanz-Jagdgründe eingegangen – könnte Deutschland der Eurozone heutzutage also gar nicht mehr beitreten.

Die Zins-Baisse nährt die Kredit-Hausse

Nur mit dem Blick auf staatliche Verschuldungen lässt sich das Ausmaß der globalen Verschuldungskrise allerdings nur unvollständig erfassen. Auch die private Verschuldung ist ein globales Monster, das in den Kunstdünger gefallen zu sein scheint. In den USA beträgt die außer-staatliche Verschuldung bereits annähernd 50 Billionen US-Dollar. US-Konsumenten verschulden sich längst wieder mit der früher so typischen Wollust. Und wegen “money for nothing” finanziert auch Corporate America immer mehr Übernahmen mit Schulden beziehungsweise kauft Aktien zurück und ersetzt teure Dividendenrenditen durch billige Kreditzinsen. Amerikanische Unternehmen sind heute so hoch verschuldet wie selten zuvor.

Ja, die günstigen Zinsen wirken wie Backhefe auf den Verschuldungs-Kuchen. Ohne Schulden scheint der amerikanische Traum nicht mehr darstellbar zu sein. Gesamt-Amerika ist zurzeit mit dem 3,5-fachen der US-Wirtschaftsleistung verschuldet.

Seite zwei: Emerging Markets kein Ausbund der Tugendhaftigkeit

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4 Kommentare

  1. Geht nur mit allen.
    Das ist gleichzeitig die Ausrede nichts zu tun. Derselbe Effekt wie bei Steueroasen, Vermögensbesteuerung, Klimaschutz u.v.m.
    Machen wir halt weiter so, die gewählten Parteien und das Volk schieben halt alles auf Ihre Kinder und Enkel ab.
    Das ist Fürsorge wie sie nicht im Buch steht.

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 18. Oktober 2016 @ 18:51

  2. da kommt noch einiges auf uns zu

    Kommentar von Harald Bode — 24. September 2016 @ 00:19

  3. da kommt noch einiges auf uns zu.

    Kommentar von Harald Bode — 24. September 2016 @ 00:19

  4. Diese weltweite Schuldenorgie wird uns irgendwann auf die Füße fallen. Dann wird es keiner gewesen sein. Wie man diese überbordende Liquidität wieder einsammeln will, könnte eine spannendsten Herausforderungen der Wirtschaftsgeschichte werden. Für dieses Problem, wird es derzeit keine Lösung geben. Daher wird versucht, dieses auf nachfolgende Generationen abzuwälzen.

    Kommentar von Eugen Klaholz — 23. September 2016 @ 16:07

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