Anzeige
Anzeige
2. März 2016, 08:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Welt wird schwarzgemalt

Die meisten Krisen dieser Welt sind vielfach beschrieben: Zum Beispiel die Zinserhöhungsangst in den USA, die den US-Dollar steigen lässt. Dadurch fließt Kapital aus den Schwellenländern ab und die Rohstoffpreise fallen. Da die Schwellenländer für mehr als 50 Prozent der Weltwirtschaft stehen, entsteht ein mächtiger Bremseffekt. Gastkommentar von Daniel Zindstein, Gecam

Daniel Zindstein GECAM-AG-750 in Die Welt wird schwarzgemalt

Daniel Zindstein ist nicht so pessimistisch für die Märkte.

China hat seine Währung an den Dollar gekoppelt. Wenn dieser steigt, steigt auch der Wert des chinesischen Yuan und verschlechtert die Exportchancen des Riesenreiches. Politisch legt Europa seine Sollbruchstellen so offen dar wie selten zuvor. Im Nahen Osten führen die großen Militärmächte dieser Welt einen Stellvertreterkrieg ersten Ranges und produzieren Ängste vor einem Dritten Weltkrieg.

Nun sind diese Dinge und deren vermeintlich katastrophalen Folgen schon lange bekannt und ausführlich diskutiert – wahrscheinlich zu ausführlich. Denn meistens kommt es ganz anderes als gedacht. Und immer ist es so, dass nicht die Fakten, sondern Meinungen über diese Fakten die Auslöser von Ängsten sind.

Der Blick wird wieder optimistischer

Doch wie immer, wenn die Nacht am schwärzesten ist, beginnt der Tag. Irgendwann ist die Krisenwahrnehmung der Menschen erschöpft. Ignoranz, Fatalismus oder schlicht Pragmatismus macht sich breit und es wird zumindest nicht mehr schlimmer. Versuchen wir die Dinge sachlich bzw. positiv zu interpretieren, so wie es die Börse in den nächsten Monaten vermutlich tun wird.

China – viel Wirbel um nichts

Die China-Angst war für das nervöse 2. Halbjahr 2015 an den Kapitalmärkten verantwortlich. Die Regierung wolle die Währung abwerten, ein weiteres Kapitel im internationalen Währungskrieg beginne – mit fatalen Folgen für die Welt. Schaut man jedoch näher hin, so finden sich nachvollziehbare und rationale Gründe, welche nichts mit einer Krise zu tun haben.

China orientiert sich zukünftig nicht mehr am US-Dollar allein, sondern richtet seine Währungspolitik auf einen Währungskorb aus. Das ist sinnvoll. Kapitalabflüsse aus China resultieren hauptsächlich aus Umschichtungen chinesischer Kreditnehmer von Dollarrenditen in heimische Währung. Auch das macht Sinn und verringert zukünftige Währungsabhängigkeiten. Darüber hinaus kauft China kräftig im Ausland ein und beteiligt sich an Firmen in aller Welt – Geld fließt dafür ab. Trotzdem steigen Chinas Exporte weiter an und Importe verbilligen sich aufgrund günstiger Rohstoffpreise. China importiert aktuell so viel Öl wie noch nie. Gleichzeitig steigt die Kreditnachfrage so stark wie selten zuvor. Sind das Anzeichen von Schwäche? Im Gegenteil: Die Börsen müssten eigentlich beflügelt sein!

Seite zwei: Starker US-Dollar und Finanzkrise 2.0 in den USA

Weiter lesen: 1 2

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

“Menschen Mut machen, in die Altersvorsorge zu investieren”

Cash. sprach mit Michael Bastian, Fachbereichsleiter Maklerzentralvertrieb Allianz Leben und Allianz Private Krankenversicherung, über die aktuellen Entwicklungen in der Lebensversicherung, die Vertriebschancen von Produkten mit neuen Garantiekonzepten und Erwartungen an die neue Bundesregierung.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Drei Fakten die Immobilienmakler kennen sollten

Eine schnelle und solide Finanzierung der Wunschimmobilie ist nicht allein für den Bauherren oder Käufer wichtig, sondern auch für den Immobilienmakler. Der Finanzdienstleister Dr. Klein erklärt, was Makler heutzutage zur Baufinanzierung wissen sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Carsten Mumm wird Chefsvolkswirt bei Donner & Reuschel

Die Privatbank Donner & Reuschel hat Carsten Mumm zum Chefvolkswirt ernannt. Mumm arbeitet schon seit mehreren Jahren für die Bank. Die letzten Jahre leitete er die Kapitalmarktanalyse und war verantwortlich für die Erstellung der Konunktur- und Kapitalmarktprognosen.

mehr ...

Berater

Blau direkt baut Führungsebene weiter aus

Wie der Maklerpool Blau direkt mitteilt, wird Jonas Hoffheinz Prokurist beim Lübecker Unternehmen. Die Gesellschafterversammlung wird ihn demnach zum Jahreswechsel in das Handelsregister eintragen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Riesen-Krach bei Lloyd Fonds – Teichert muss gehen

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG, Hamburg, hat beschlossen, mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Torsten Teichert Verhandlungen über eine vorzeitige Beendigung seiner Vorstandstätigkeit aufzunehmen. Auch ein Aufsichtsrat legt sein Mandat nieder.

mehr ...

Recht

Kleinstornis: Nachbearbeitungspflichten können auch dort bestehen

Kommt es zu Stornierungen von vermittelten Versicherungsverträgen ist der Streit zwischen Handelsvertreter und Versicherer oft programmiert. Gerade wenn der Handelsvertretervertrag bereits beendet wurde, streiten die Parteien über Provisionsrückforderungen des Versicherers.

mehr ...