1. November 2016, 13:48
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gabriel fordert mehr Marktzugang in China

China ist verärgert über den Widerstand aus Deutschland gegen Übernahmen von Hightech-Firmen. Umgekehrt mahnt Gabriel in Peking mehr Marktöffnung an. Es knirscht in den Wirtschaftsbeziehungen.

DeutschChinesische-Flagge in Gabriel fordert mehr Marktzugang in China

Weniger glatt: Die aktuellen deutsch-chinesischen Wirtschaftsgespräche

Spannungen über die Investitionsbedingungen in China und Deutschland überschatten den Besuch von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in Peking. Für Irritationen sorgte auch das Fehlen von Chinas Handelsminister Gao Hucheng und Gabriel in der Sitzung des gemeinsamen Wirtschaftsausschusses.

Dass der deutschen Wirtschaft damit “die kalte Schulter” gezeigt worden sei, wies Gabriel aber zurück. Das gemeinsame Gespräch habe länger gedauert, so dass beide direkt zum Treffen mit Premier Li Keqiang gefahren seien.

“Gleiches Spielfeld in China”

In seinen Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten und dem Handelsminister setzte sich der Vizekanzler für mehr Marktzugang und faire Wettbewerbsbedingungen in China ein. “Wir sind ein Land, in dem chinesische Unternehmen investieren können, aber wir wollen umgekehrt auch ein gleiches Spielfeld in China”, sagte Gabriel. Sein Besuch steht vor dem Hintergrund von Verstimmungen in Peking über den Widerstand aus Deutschland gegen chinesische Übernahmen von Hightech- Firmen.

China moniert investitionsfeindliche Stimmung in Deutschand

Vizeministerin Gao Yan, die den Handelsminister in dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss vertrat, beklagte in ihrer Auftaktrede eine investitionsfeindliche Stimmung in Deutschland. Mit keinem Wort entschuldigte sie sich bei den Spitzen der deutschen Wirtschaft für die Abwesenheit des chinesischen Ministers. Während Delegationskreise berichteten, die Absage sei eine chinesische Entscheidung gewesen, hob Gabriel später hervor, es sei vielmehr sein Vorschlag gewesen, direkt zum Premier zu fahren. “Wir haben sehr lange darüber geredet, welche Bedingungen deutsche Unternehmen in China vorfinden müssen.”

Die Abwesenheit der beiden Minister in dem Ausschuss, der von beiden Seiten stets große Aufmerksamkeit genießt, sorgte unter den Wirtschaftsvertretern für Verwunderung. Die Spekulationen waren groß, weil die wachsende Sorge in Deutschland vor einem Ausverkauf von Schlüsseltechnologien für Verärgerung in Peking gesorgt hat.

Fall Aixtron als jüngstes Beispiel des Anstoßes

Gabriels Ministerium hatte jüngst die Genehmigung für den Verkauf des Spezialmaschinenbauers Aixtron an den chinesischen Investors Fujian Grand Chip zurückgenommen und eine neue Überprüfung des Verkaufs eingeleitet. Auch hatte Gabriel einen besseren Schutz in der Europäischen Union vor Übernahmen von Hightech-Firmen gefordert. Ob Aixtron bei seinen Gesprächen in Peking angesprochen worden sei, beantwortete Gabriel mit “Nein”. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Diese Versicherungen brauchen Kinder

Am 20. September ist Weltkindertag. Der Bund der Versicherten (BdV) nimmt den Tag zum Anlass, um Eltern oder Großeltern Tipps zum richtigen Versicherungsschutz für Kinder zu geben. Wichtig sind neben einer Privathaftpflichtversicherung auch eine Absicherung für den Todesfall und den Verlust der Arbeitskraft. Zudem sollten Kinder gegen die finanziellen Folgen einer eigenen Invalidität abgesichert werden.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Verschärfung der EU-Klimaziele erfordert gemeinsame Kraftanstrengung

In ihrer ersten Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unter anderem eine Verschärfung des EU-Klimaziels vorgeschlagen, wonach bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 1990 mindestens 55 Prozent Emissionen eingespart werden sollen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, begrüßt diese Ziele, weist aber zugleich darauf hin, dass dies nur durch eine gemeinsame Kraftanstrengung aller relevanten Akteure gelingen wird.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzprofis für Marktentwicklung 2020 weiterhin zuversichtlich

Eine Umfrage unter Vertriebspartnern der European Bank for Financial Services GmbH (Ebase) zeigt weiterhin überwiegend positive Einschätzungen zur Entwicklung des DAX bis zum Jahresende – nur 26% der Befragten rechnen mit sinkenden Indexständen.

mehr ...

Berater

Finakom setzt auf DIN-Norm 77230

Der Maklerpool Finakom aus Dresden bietet seinen angeschlossenen Maklern ab sofort die Möglichkeit, Finanzanalysen für ihre Kunden nach der DIN-Norm 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” durchzuführen. Dazu habe man eine eigene, vom Defino-Institut zertifizierte Software in die IT-Landschaft integrieren lassen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lutz Kohl wechselt in die Geschäftsführung der HKA 

Mit Wirkung vom 9. September 2020 wurde Lutz Kohl (54) zum Mitglied der Geschäftsführung der HKA Hanseatische Kapitalverwaltung GmbH berufen, der KVG der Immac. Mit seiner Bestellung wird das Führungsteam der HKA um Geschäftsführer Tim Ruttmann planmäßig erweitert.

mehr ...

Recht

Kind krank, Eltern berufstätig: Alles zum Kinderkrankengeld 

Wenn Kinder krank werden, müssen sie selbstverständlich betreut werden. Aber wer kümmert sich um den kranken Nachwuchs, wenn beide Eltern berufstätig sind? Muss man Urlaubstage opfern? Wird der Lohn fortgezahlt? Wie lange darf man zu Hause bleiben? Was Eltern können Eltern finanziell erwarten, wenn sie zu daheim bleiben, um ein krankes Kind zu betreuen.

mehr ...