2. August 2016, 08:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Haben politische Börsen immer nur kurze Beine?

Die Börsen zeigen derzeit eine unglaublich dicke Hornhaut gegenüber allen Arten von Krisen. Auch, dass das politisch, militärisch und nicht zuletzt wirtschaftlich große Britannien die heilige EU-Familie verlassen will, wird nicht als Freveltat betrachtet. Die Halver-Kolumne

Halver-Robert-Baader-Bank-BBO4957 in Haben politische Börsen immer nur kurze Beine?

Robert Halver, Baader Bank

Zugegeben, Großbritannien hatte innerhalb der Verwandtschaft immer die Rolle der bösen Schwiegermutter: Weihnachten und Ostern war sie zwar immer da, doch jeder freute sich, wenn die Feiertage wieder vorbei waren.

Brexit als Non-Event?

Trotzdem, der Verlust der “Schwiegermutter” wäre für die familiäre Stabilität schade. Es fehlte eine wichtige Zuchtmeisterin, die verhindert, dass der romanische Familienstrang die Rest-EU Richtung Schulden-Union ausrichtet. Aber wo sind jetzt die apokalyptischen Reiterstaffeln, die die Finanzmärkte doch mindestens genauso niedermachen müssten wie an den Chaos-Tagen um Griechenland? Sie scheinen gar nicht erst aufs Pferd zu kommen. Wie kommt das denn?

Einerseits liegt das an der EU-Politik, die so tut, als könne sie auch noch das größte politische Problem aussitzen. Die Zeit heile alle Wunden. Und wenn dann irgendwann das Austrittsgesuch der britischen Regierung bei der EU-Kommission in Brüssel eingeht – so die Hoffnung der EU-Politik – wird das Thema Brexit keine größere Bedeutung mehr haben als die Frage, ob die Bayern die Dortmunder oder umgekehrt schlagen. Treten sie überhaupt aus? Insgeheim will Berlin, dass die stabilen und marktwirtschaftlich orientierten britischen Alliierten trotz Brexit-Referendum bei der Stange bleiben. Selbst wenn sie de jure austreten sollten, will man es irgendwie schaffen, dass sie de facto nicht ausgetreten sind. Das klingt ähnlich wie bei einer Autowerbung: “Nichts ist unmöglich, Europa!”

Andererseits verfolgt die Geldpolitik auf der Insel und dem Kontinent konsequent das Motto “Wer Sorgen hat, hat auch Likör”. Kein auch politisches Problem kann doch wirklich so groß sein, dass es nicht in Liquidität ersäuft werden könnte. Also haben politische Börsen kurze Beine, oder?

Seite zwei: Geldpolitik – Es geht nicht ohne sie, es geht nicht mit ihr

Weiter lesen: 1 2 3 4

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Hausordnung: Was Mieter und Vermieter dürfen 

Eine Hausordnung ist in der Regel eine Sammlung privatrechtlicher Vorschriften, die für die Benutzung von privaten Gebäuden erlassen werden kann. Es gibt in Deutschland für Vermieter grundsätzlich keine Pflicht, für die von ihnen vermieteten Wohnungen eine Hausordnung aufzustellen. Anders sieht es nur aus, wenn es sich um Wohnungseigentum handelt. Was Mieter und Vermieter dürfen.

mehr ...

Immobilien

Prognose: Immobilienmarkt trotzt der Coronakrise

Der Immobilienboom in Deutschland wird nach Einschätzung von Fachleuten der Coronakrise weiter trotzen. Ein großer Teil der Treiber bleibe trotz der Pandemie intakt, heißt es in einer Prognose des Hamburger Gewos Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung.

mehr ...

Investmentfonds

Ninty One sieht bei Aktien die Schwellenländer ganz vorne

Im Aktienbereich bieten der Fondsgesellschaft Ninety One zufolge aktuell vor allem Schwellenländerwerte interessante Anlagemöglichkeiten. Daher bevorzugt die Gesellschaft entsprechende Aktien momentan gegenüber europäischen und US-Werten. Zur Begründung verweisen die Experten unter anderem auf die bislang effektivere Bekämpfung der Corona-Krise in den Emerging Markets, verglichen mit anderen Regionen.

mehr ...

Berater

Bundestag beschließt Verlängerung für Anleger-Musterverfahrensgesetz

Der Bundestag hat eine verlängerte Gültigkeit des Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetzes zum Schutz von Aktionären und Anlegern beschlossen. Das Gesetz gilt nun bis zum 31. Dezember 2023.

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate: Mega-Deal mit ehemaligem Quelle-Areal in Nürnberg

Der Immobilien- und Investment-Manager Corestate Capital Group hat den Hauptabschnitt der Trophy-Quartiersentwicklung “The Q” in Nürnberg für einen Fonds der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) erworben. Das Investitionsvolumen der Transaktion beläuft sich auf über 300 Millionen Euro. 

mehr ...

Recht

Freiwilligendienste zählen auch für die Rente

Freiwilligendienste und freiwilliger Wehrdienst gelten als Beschäftigung. Wer sich hier engagiert, tut zugleich etwas für sein Rentenkonto. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

mehr ...