Lyxor: Anleger kehren Europas Aktienmärkten den Rücken

Vor allem die Unsicherheit über die Abstimmung zum Brexit sowie über die weitere politische Entwicklung in Spanien hat im Mai zu erheblichen Abflüssen bei europäischen Aktien-ETFs geführt.

ETF

Insgesamt zogen die Anleger  netto 1,5 Milliarden Euro ab, seit Beginn des Jahre sogar 7,8 Milliarden Euro. Rückflüsse in Höhe von 772 Millionen Euro mussten auch die asiatischen Aktienmärkte hinnehmen. Weiterhin aufwärts ging es hingegen mit den US-amerikanischen Märkten. Hier legten ETF-Investoren im Main netto über 600 Millionen Euro frisches Geld an. Auch Aktien-ETFs auf Schwellenländer konnten ihren Aufwärtstrend fortsetzen.

Stabile Zuflüsse im Rentenbereich

Im Rentenbereich hielten die Zuflüsse in ETFs auf solidem Niveau an. Insgesamt flossen im Mai 2,5 Milliarden Euro in entsprechende Produkte. Ein Großteil davon geht mit 1,6 Milliarden Euro auf das Konto von Investment Grade Unternehmensanleihen. Insbesondere europäische Corporate Bond-ETFs konnten vom inzwischen angelaufenen EZB Aufkaufprogramm für Unternehmensanleihen profitieren. Staatsanleihen-ETFs waren weniger gefragt. ETFs auf US Staatsanleihen verzeichneten Zuflüsse in Höhe von 165 Millionen Euro. Bei ETFs auf Emerging Market Staatsanleihen lagen die Zuflüsse mit 343 Millionen Euro etwas höher. Angesichts leicht gestiegener Inflationserwartungen zeigten Anleger Interesse auch an inflationsgeschützten ETFs. Diesem Bereich flossen im Mai 283 Millionen Euro zu.

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Insgesamt erzielte der europäische ETF Markt im Mai Nettomittel-Zuflüsse in Höhe von 1,7 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen aller ETFs beläuft sich damit aktuell auf 456 Milliarden Euro. (fm)

Foto: Shutterstock

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