1. Juli 2016, 09:02
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Ein globaler, makroökonomischer Blick auf die Folgen des Brexit

Risikoassets könnten sich in den Schwellenländern erholen

Auf kurze Sicht lässt sich sagen: Ein Schock wie dieser führt üblicherweise zu massiver Risikoaversion, was sich schon daran gezeigt hat, dass US-Schatzanleihen und der japanische Yen direkt nach der Abstimmung zu einer Rally angesetzt haben und Schwellenmarktanlagen abgestoßen wurden. Diese Folgen halten wir für eher temporär. Ungefähr im Verlauf des kommenden Monats könnten sich diese Marktentwicklungen bereits allmählich wieder umkehren, weil klar wird, dass die Herausforderungen für die Eurozone eher langfristiger Natur sind. Bedeutende Änderungen an unseren Anlageeinschätzungen für Schwellenländer wie Mexiko oder Indonesien ergeben sich dadurch nicht.

Wir haben die Aktivität am Markt kontinuierlich beobachtet und uns darauf vorbereitet, möglicherweise von einigen der Verwerfungen zu profitieren, die nach der Abstimmung zu beobachten waren. In bestimmten Phasen der anschließenden Volatilität konnten wir eine gewisse Bodenbildung bei einigen Schwellenmärkten feststellen: Mehrere Währungen sind am 24. Juni um 5,0 bis 7,0 Prozent gefallen, festigten sich aber wieder, als sich die Lage später an diesem Tag zu normalisieren begann.

Am Wochenende und in den nächsten Wochen werden Anleger darüber nachdenken können, was das Ergebnis für Europa und den Rest der Welt tatsächlich bedeutet; meiner Meinung nach werden sich dann einige der Risikoassets in Schwellenländern zu erholen beginnen. Der Schock für Europa aber könnte dauerhafter sein, und auf längere Sicht dürften Anleger Investments in der Eurozone auf den Prüfstand stellen.  Wir sind weiter davon überzeugt, dass dies zu einer Abwertung des Euro führen dürfte. Michael Hasenstab ist CIO von Templeton Global Macro bei Franklin Templeton, Frankfurt

Foto: Franklin Templeton

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