Anzeige
2. Februar 2016, 14:18
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mario Draghi plant bei Geldpolitik keinen Kurswechsel

Die Europäische Zentralbank (EZB) will nach Angaben ihres Präsidenten Mario Draghi grundsätzlich an der extrem lockeren Geldpolitik festhalten. Die EZB werde ihren Anti-Krisen-Kurs bei der nächsten Sitzung am 10. März überprüfen, wenn neue makroökonomische Prognosen vorliegen, sagte Draghi am Montag im Europaparlament in Straßburg.

Draghi in Mario Draghi plant bei Geldpolitik keinen Kurswechsel

Draghi ist mit seiner Geldpolitk sehr zufrieden.

Draghi betonte, dass die lockere Geldpolitik seit 2014 positive Ergebnisse gebracht habe. Die Intervention habe dazu geführt, dass mehr Kredite bereitgestellt worden seien. “Ohne die Lockerung hätte es im vergangenen Jahr eine echte Deflation im Euroraum gegeben, und die Preise wären in diesem Jahr noch weiter zurückgegangen”.

Inflation beunruhigt EZB

Die EZB ist allerdings besorgt über die schwache Inflation, die weiterhin nahe Null liegt. Man habe immer wieder die Inflationsprognose anpassen müssen, sagte Draghi. Im Dezember sei nur ein Prozent Inflation für dieses Jahr und 1,6 Prozent für nächstes Jahr prognostiziert worden.

Allerdings wurde die Teuerungsrate bislang auch von der Schwäche an den Rohstoffmärkten stark beeinflusst. Insbesondere der Preisrückgang beim Öl und anderen Energieträgern beeinflusste die Inflation negativ. Die stark gesunkenen Preise bei Industriemetallen dürften auch zu einem gewissen dämpfenden Effekt bei der Preisentwicklung geführt haben.

Liberale im EU-Parlament sind skeptisch

Aus dem EU-Parlament kommen ebenfalls kritische Stimmen zu dem Kurs von Draghi. Insbesondere die Liberalen halten die Maßnahmen der EZB nicht für ausreichend, um Europa aus seiner ökonomischen Krise zu führen. Hierzu seien auch Strukturreformen der Mitgliedsregierungen und eine gesunde Haushaltspolitik erforderlich, sagte Cora van Nieuwenhuizen im Namen ihrer Fraktion. Gerade die großen Länder mit hohen Schulden und schwachem Wachstum versuchten am stärksten, die haushaltspolitischen Vereinbarungen nicht einzuhalten.

Quelle: dpa-Afx/tr

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Altersvorsorge: Frauen vernachlässigen Rentenplanung

Bei vielen Deutschen wächst die Angst vor Altersarmut, besonders bei Frauen. Eine aktuelle Studie gibt diesen Sorgen Recht indem sie zeigt, dass sich nur gut die Hälfte der Frauen (57 Prozent) mit der Planung ihrer Rente beschäftigt oder diese abgeschlossen hat.

mehr ...

Immobilien

Mietlager profitieren von höheren Wohnkosten

Die Urbanisierung und steigende Mieten treibt auch die Gebühren für Mietlager. Immer mehr Menschen suchen externe Lager, um die Miete für mehr Lagerraum in der eigenen Wohnung zu sparen. Der Markt wächst auch in Deutschland.

mehr ...

Investmentfonds

“Einführung des Euro war Europas größter Fehler”

Eine stabile europäische Währungsunion wird nie existieren. Darüber sind sich die Europa-Experten einig, die beim zweiten Feri Science-Talk über die Zukunft und Schwierigkeiten des Euro diskutiert haben. Keiner der Lösungsvorschläge scheint gut genug, um die wachsenden Probleme zu lösen.

mehr ...

Berater

Banken: Diesen Instituten vertrauen die Kunden

Welche Banken genießen das höchste Kundenvertrauen? Dieser Frage ist das Kölner Analysehaus Servicevalue in Kooperation mit dem Magazin “Wirtschaftswoche” nachgegangen. Im branchenübergreifenden Vertrauensranking liegen die Institute – bis auf die Privatbanken – im Mittelfeld.

mehr ...

Sachwertanlagen

Autark Invest: Vertrieb mit abgelaufenem Prospekt?

Die Finanzaufsicht BaFin weist auf ihrer Website darauf hin, das der Verkaufsprospekt der Autark Invest GmbH, Olpe, “ungültig” ist. Er hat sein gesetzliches Haltbarkeitsdatum überschritten.

mehr ...

Recht

Immobilienverkauf: Die wichtigsten Schritte für Käufer und Verkäufer

Beim Immobilienverkauf sind unabhängig von der Preisverhandlung einige Schritte nötig, die sich bei Käufer und Verkäufer gar nicht so sehr unterscheiden. Wie sich beide Parteien auf den Notartermin vorbereiten sollten und welche Dokumente dafür wichtig sind:

mehr ...