15. November 2016, 08:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Mehr Rendite mit weniger Kreditrisiko

Hypothekenbesicherte Wertpapiere – Mortgage-Backed Securities oder kurz MBS – sind Finanzinstrumente, die mit einem Pool aus Hypothekenforderungen besichert sind.

Gastkommentar von John Carey, BNP Paribas Investment Partners

John-Carey in Mehr Rendite mit weniger Kreditrisiko

John Carey hält US-Hypothekenanleihen für chancenreich.

Die Hypothekendarlehen werden gebündelt, zu handelbaren Wertpapieren zusammengefasst und an Investoren verkauft. Amerikanische MBS bieten höhere Renditen als US-Staatsanleihen, und sie sind längst nicht so volatil wie Aktien. Oft sind sie staatlich garantiert, sodass Moody‘s und Standard & Poor‘s sie mit dem Höchstrating AAA bewerten. Das gilt beispielsweise für die Verbriefungen der beiden staatlichen Wohnimmobilienfinanzierer Federal National Mortgage Association und Federal Home Loan Mortgage Corporation, besser bekannt als Fannie Mae und Freddie Mac. Daneben gibt es Verbriefungen von Geschäftsimmobilienhypotheken, ebenfalls mit Investmentgrade-Rating, also mindestens BBB. Investmentgrade-MBS sollte man nicht mit den nachrangigen Hypothekenverbriefungen verwechseln, die 2008 die Finanzkrise ausgelöst haben und als “Subprimes“ den ganzen Sektor in Verruf brachten.

Vorfälligkeitsentschädigung nicht existent

Natürlich gibt es Risiken. Neben den anleihetypischen Zins- und Kreditrisiken ist das vor allem die Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung, weil die Kreditnehmer umziehen oder in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Oder weil sie umschulden: In den USA kann man Hypotheken nämlich jederzeit ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen.

Wenn die Zinsen steigen, ist das Risiko vorzeitiger Rückzahlungen geringer. MBS reagieren deshalb meist weniger stark auf Leitzinserhöhungen als andere Festzinspapiere. In der Vergangenheit haben sich hypothekenbesicherte Wertpapiere bei steigenden Zinsen deshalb recht gut gehalten, insbesondere im Vergleich zu US-Staatsanleihen.

Marktsegment für Großinvestoren attraktiv

Pensions- und Staatsfonds, aber auch Versicherungen, investieren schon seit vielen Jahren in dieses Marktsegment. Ich halte es auch für Privatanleger für interessant, die steigende Zinsen fürchten, ihre Portfolios diversifizieren möchten und höhere Renditen wollen. Hinzu kommt die extrem geringe Korrelation von MBS mit traditionellen Festzinspapieren. Das macht sie attraktiv für Investoren, die Risiken verringern wollen.

Um in MBS zu investieren, bieten sich aktiv gemanagte Fonds an, da Kreditqualität und Diversifikation gleichermaßen wichtig sind. Mit dem BNP Paribas Flexi I US Mortgage Fund haben wir dazu das passende Produkt.

John Carey ist Head of Structured Securities bei BNP Paribas Investment Partners, Paris

Foto: BNP Paribas

Ihre Meinung



 

Versicherungen

GDV: Entscheidung der Fed handelt gegen steigenden politischen Druck

Gestern entschied sich Jerome Powell dazu, seinen Kurs der Zinspolitik fortzusetzen. Die Auswirkungen für Deutschland scheinen geringer als gedacht zu sein .Ein Kommentar von Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

mehr ...

Immobilien

Auch Eigenleistungen, Bausparvertrag oder Riester-Rente sind Eigenkapital

Eine Finanzierung der eigenen vier Wände sollte mit 15 Prozent Eigenkapital auf sichere Beine gestellt werden. Dabei zählt hier nicht nur das Ersparte. Auch Eigenleistungen wie Tapezieren oder Malern können als Eigenkapital angerechnet werden und machen den Hausbau so für Normalverdiener mit geringen Ersparnissen möglich.

mehr ...

Investmentfonds

Schwache Wirtschaft, niedrige Inflation, hohe Staatsverschuldung: Europa in der Krise?

Seit Anfang des Jahres häufen sich die negativen Wirtschaftsmeldungen: Immer weiter werden Konjunkturprognosen nach unten korrigiert und im Mai entfernte sich auch die Inflation wieder deutlich von der 2- Prozent-Zielmarke der EZB. Gleichzeitig sind die hohen Verschuldungsquoten und Reformstaus vieler europäischer Staaten bedenklich. Ein Kommentar von Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

Nachbearbeitungspflichten: Burnout des Vertreters schränkt Wahlrecht nicht ein!

Das OLG Köln hat kürzlich darüber entschieden, ob der Vertreter Provisionen auch dann zurückzuzahlen hat, wenn er aus gesundheitlichen Gründen selbst keine Nachbearbeitung vorgenommen hat. Ein Gastbeitrag von Jürgen Evers, EversRechtsanwälte für Vertriebsrecht .

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...