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3. Mai 2016, 08:03
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Schwacher US-Dollar treibt Rohstoffe

Der Bloomberg Rohstoffindex hat fast 18 Prozent zugelegt, seitdem er im Januar auf ein 17-Jahres-Tief gesunken ist. Diese starke Rallye hat dazu geführt, dass sich Investoren wieder für eine Anlageklasse interessieren, die in den vergangenen fünf Jahren recht unbeliebt war.

SaxoBank Ole Hansen-Kopie in Schwacher US-Dollar treibt Rohstoffe

Ole Hansen ist Rohstoffexperte bei der Saxo Bank.

Grund dafür sei laut Ole Hanson von der Saxo Bank eine beginnende Reduktion des Überangebots von Schlüsselrohstoffen. Insbesondere bei Rohöl sehen sich kostenintensive Produzenten aufgrund des 19-monatigen Ausverkaufs genötigt, die Produktion zu reduzieren – gleichzeitig würde aber auch die Nachfrage steigen.

Der Edelmetallsektor hat seit Jahresbeginn die Nase vorn. „Die sinkenden Erwartungen bezüglich weiterer US-Zinsanhebungen in diesem Jahr, ein schwaches Wirtschaftswachstum, ein anhaltender Dollar-Ausverkauf sowie negative Anleiherenditen haben dazu geführt, dass sich Investoren wieder den Metallen zugewendet haben“, sagt Hansen. Insbesondere habe seit März die Silbernachfrage in Form von ETFs stark zugenommen. Auch Platin habe eine starke Performance hingelegt und mit einem Kurs von 1.065 US-Dollar pro Feinunze den höchsten Stand seit Juli 2015 erreicht.

Der Goldpreis sei in der Zwischenzeit erneut an das obere Ende seiner Handelsspanne der vergangenen Monate zurückgekehrt. „Da Die Gold-Silber-Ratio wieder an der Unterstützungsmarke von 70 anklopft, würden wir Gold dem kleinen Bruder Silber vorziehen. Grund dafür ist unsere Annahme, dass eine weitere Rallye bei Silber ohne die Unterstützung von Gold nicht möglich ist. Zudem ist Gold auch eine gute Versicherung für den Fall, dass die Silber-Rallye wieder verpufft“, sagt Hansen.

Das schwarze Gold zieht im Preis an

Auch an den Ölmärkten geht es wieder bergauf. Eine starke Investorennachfrage, ein schwächerer US-Dollar und die Erwartungen einer Produktionskürzung haben den beiden Öl-Benchmarken zum höchsten Stand in diesem Jahr verholfen. Die Sorten WTI und Brent sind auf 45 beziehungsweise 50 USD pro Barrel gestiegen. „Wir erwarten für den Jahresverlauf einen steigenden Ölpreis, sind jedoch besorgt, dass diese Rallye zu früh kommt und zu stark ist. Zudem wurde der letzte Preisanstieg mehr durch spekulative Händler getrieben als durch Fundamentaldaten“, sagt Hansen.

„Zwar sieht die Lage an den Ölmärkten aktuell viel besser aus. Sollte sich der Höhenflug jedoch weiter fortsetzen, werden die Sorgen zunehmend größer, dass eine längere Rallye selbstzerstörerisch sein könnte“, sagt Hansen abschließend. (tr)

Foto: Saxo Bank

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