5. Februar 2016, 07:56
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Small Caps: valueorientierter Ansatz zahlt sich aus

Bei einem Investment in Small Caps bietet ein valueorientierter Anlageansatz bessere Renditechancen als eine globale, marktbreit ausgerichtete Titelauswahl. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von AXA Investment Managers.

Strategie-750 in Small Caps: valueorientierter Ansatz zahlt sich aus

Der gezielte Blick auf einzelne Unternehmen lohnt besonders beim Investment in Small Caps.

Der Anlagekosmos für kleine und mittlere Aktien sei sehr groß und umfasse viele verschiedene Unternehmensprofile und Geschäftsmodelle, die wiederum sehr unterschiedlich bewertet würden.
“Diese Vielfalt bietet geradezu ideale Rahmenbedingungen für ein aktives Management, das auf die gezielte Auswahl einzelner Aktien setzt,” so Alexander Ions, Senior Research Associate bei AXA Investment Managers.

Höhere risikoadjustierte Renditen

Nach einer Auswertung historischer Daten verschiedener S&P-Größenindizes kam das Team von AXA IM zu dem Ergebnis, dass Substanzaktien im Small-Cap-Universum auf lange Sicht durchschnittlich höhere risikoadjustierte Renditen abwerfen als Wachstumstitel. Ein valueorientierter Anlageansatz hätte sich daher oftmals als sehr profitabel bei globalen Small Caps erwiesen.

Ions Daten zufolge war in den vergangenen 25 Jahren ein Investment-Ansatz, bei dem Titel nach einfachen Kriterien ausgewählt werden, in allen wichtigen Anlageregionen erfolgreich. Kriterien waren das Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis oder die Dividendenrendite.

Bewertung einzelner Unternehmen ist Schlüsselfaktor

“Ein Schlüsselfaktor für die Outperformance dieses Ansatzes liegt in der fundamentalen Bewertung einzelner Unternehmen”, erläutert Ions und ergänzt: “Zum einen sind günstig bewertete Firmen in ihrer Entwicklung wesentlich robuster als sie der Papierform nach erscheinen. Und zum zweiten ist das starke Wachstum hoch bewerteter Unternehmen oftmals nur von kurzer Dauer.”

Zusätzlich stützend wirke sich die gegenüber Standardwerten geringere Liquidität vieler Small Caps aus. Im Einzelfall variiere die Zahl der Analysten, die eine Aktie abdecken und verfolgen. Dies führe dazu, dass einige Firmen bei den Investoren besser bekannt seien als andere. “Und unter diesen Firmen findet sich dementsprechend viel seltener eine unentdeckte Investmentperle als beim Rest”, erklärt Ions.

Wenig liquide Titel versprechen die höchste Rendite

Die Auswertung von Daten für die vergangenen 25 Jahre zeige, dass sich im US-Markt mit Aktien, die keine oder nur eine geringe Analystencoverage haben, im Schnitt die höchsten Anlageergebnisse erzielen ließen. Viele der Aktien mit einer geringen Abdeckung sind gleichzeitig auch diejenigen, die wenig gehandelt werden. So sei es wenig überraschend, dass Investoren in der Vergangenheit mit wenig liquiden Titeln häufig eine höhere durchschnittlich Performance erzielen konnten, als mit den umsatzstarken Blue-Chips.

Erstaunlich sei, dass das Liquiditätsmuster ausgeprägter als das Coverage Muster verlaufe. “Wir interpretieren diese Ergebnisse als eine generelle Bestätigung für die Liquiditätsprämie, die wir bei Small Caps beobachten. Darin spiegeln sich die höheren Handelskosten und die im Gegensatz zu hochliquiden Aktien geringeren Möglichkeiten wider, größere Anlagebeträge zu investieren”, so Ions. (kl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Policen Direkt erweitert Geschäftsführung

Philipp Kanschik und Christopher Gentzler verstärken zum 01. Januar 2020 die Geschäftsleitung der Policen Direkt Versicherungsvermittlung GmbH. Zusammen mit der bestehenden Geschäftsführung werden sie den Ausbau des zuletzt stark gewachsenen Maklergeschäfts weiter vorantreiben.

mehr ...

Immobilien

McMakler knackt die Milliarden-Marke

Beste Stimmung auf dem Immobilienmarkt: Die Branche spricht bereits vom Superzyklus und ein Ende des Booms sehen Experten derzeit nicht. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Jahresrückblick von McMakler wider.

mehr ...

Investmentfonds

CoCo-Markt: solider Start nach Performance-Rekord in 2019

Das Jahr 2019 wurde zum performancestärksten Jahr für die Anlageklasse der CoCo-Anleihen – und dies direkt nach dem bisher einzigen Jahr mit einer negativen Performance für den CoCo-Markt. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies ein Plus von 15,3 Prozent beim ICE BofAML Contingent Capital Index (hedged in EUR) und einen Kurszuwachs von 19,3 Prozent bei der EUR-Tranche des Swisscanto (LU) Bond Fund COCO.

mehr ...

Berater

Blau Direkt holt Kerstin Möller-Schulz in die Geschäftsführung

Ab Februar ist Kerstin Möller-Schulz neben CEO Lars Drückhammer und Oliver COO Pradetto neue Geschäftsführerin CFO beim Lübecker Maklerpool Blau Direkt.

mehr ...
22.01.2020

Simplify your job!

Sachwertanlagen

RWB steigert Umsatz zum fünften Mal in Folge

Die RWB Group hat im Jahr 2019 bei Privatanlegern und institutionellen Investoren insgesamt mehr als 77,5 Millionen Euro platziert. Mehr als drei Viertel des platzierten Kapitals entfallen auf das Kerngeschäft der Private-Equity-Dachfonds.

mehr ...

Recht

Scholz’ Finanzsteuer auf EU-Ebene in Gefahr

Die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz geplante Finanztransaktionssteuer trifft bei den EU-Partnern auf heftigen Widerstand. Scholz’ Vorschlag sei “so nicht akzeptabel”, sagte der österreichische Finanzminister Gernot Blümel am Dienstag in Brüssel. Nötig sei ein neuer Vorschlag, sonst werde Österreich bei der Steuer nicht mitmachen.

mehr ...