21. Dezember 2016, 13:32
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US-Notenbank treibt Märkte an

Auf den jüngsten Zinsschritt in den USA haben die Aktienbörsen keinesfalls negativ reagiert. Die  Entwicklungen fasst Moventum im aktuellen Marktkommentar zusammen.

NYSE in US-Notenbank treibt Märkte an

Die Wall Street wird derzeit von positiven Konjunkturdaten unterstützt.

Nach fast genau einem Jahr hat die Fed in der vergangenen Handelswoche den Leitzinskorridor um 25 Basispunkte auf 0,50 Prozent bis 0,75 Prozent angehoben. Damit wurde der Zinsschritt wie von den Marktteilnehmern erwartet vorgenommen. Die makroökonomischen Prognosen wurden seitens der Fed zudem bestätigt. Lediglich die Anzahl dergeplanten Zinsschritte für 2017 wurde von zwei auf drei erhöht. Bei den Geschäftsklimaumfragen für Dezember zeigte sich zudem die gute Stimmung in der US-Wirtschaft.

Konjunkturindikatoren ziehen an

So stiegen der Empire State-Index (9,0 nach 1,5 Punkten) sowie der Philly Fed-Index (21,5 nach 7,6 Punkten) signifikant an und übertrafenjeweils die Erwartungen deutlich. Als einer der Treiber wirkte dabei die Erwartung auf eine wachstumsfreundliche Wirtschaftspolitik unter der neuen politischen Führung. Auch in China zeigten sich die wirtschaftlichen Indikatoren wiederholt von ihrer positiven Seite. Das Wachstum der Industrieproduktion kletterte von 6,1 Prozent im Vormonat auf 6,2 Prozent und auch die Einzelhandelsumsätze legten mit 10,8 Prozent stärker als erwartet zu.

Ähnlich zogen zum Jahresende auch die Einkaufsmanagerindizes in Europa nochmals an. Im verarbeitenden Gewerbe kam es zu einem Satz von 53,7 auf 54,9 Punkten, womit der Index entgegen den Erwartungen sogar zulegen konnte. Nur bei den Dienstleistungen kam es zu einem leichten Rücksetzer auf 53,1 Punkte.

Öl gefragt

Der Ölpreis der Sorte Brent stieg weiter an und schloss auf einem Niveau von 55,21 US-Dollar je Barrel. Auf der Währungsseite legte der US-Dollar gegenüber dem Euro um 1,22 Prozent abermals zu und steht nun bei 1,041 Euro/USD. Gegenüber dem japanischen Yen legte der Euro um 1,50 Prozent zu.

In diesem Umfeld entwickelte sich aus Sicht des Euro-Anlegers der europäischeAktienmarkt, gefolgt vom US-amerikanischen und japanischen Aktienmarkt, am besten. Alle drei Märkte konnten wiederholt zulegen. Die Emerging Markets schnitten abermals schlechter ab als der MSCI World und innerhalb der Schwellenländer zeigte die ASEAN-Region eine Outperformance. Innerhalb Europas lag der DAX wieder vor dem MSCI Europe. Auf Sektorebene ergab sich folgendes Bild: in den USA entwickelten sich die Bereiche Telekom, Versorger und Gesundheitswesen am besten. Eine unterdurchschnittliche Entwicklung wiesen die Sektoren Industrie, Rohstoffe und zyklischer Konsum auf.

Nebenwerte eher unter Druck

In Europa sah das Bild wie folgt aus: Eine Outperformance zeigten Werte aus den Sektoren Öl & Gas, Energie und IT. Underperformer waren die Sektoren Rohstoffe, Finanzen und zyklischer Konsum. Kleinkapitalisierte Werte (Small Caps) schnitten nach den starken Zuwächsen in den vergangenen Wochen gegenüber Large Caps in Europa und in den USA jeweils schwächer ab. Hinsichtlich der Investmentstile Value und Growth entwickelte sich das Value-Segment in Europa besser und in den USA schwächer. (tr)

Foto: Shutterstock

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