24. August 2016, 11:31
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Wie Anleger vom Fortschritt profitieren

Für die Erzielung von attraktiven Renditen ist das vorzeitige Erkennen von Trends extrem wichtig. Aktienanleger müssen die Entwicklungen nach Möglichkeit antizipieren und auf sie vorbereitet sein. Gastkommentar von Suneil Mahindru, Goldman Sachs Asset Management

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Suneil Mahindru analysiert wie Anleger von technologischen Trends profitieren können.

Geringe, aber dennoch positive Renditen

Am Brexit-Votum wird die Zunahme populistischer Stimmungen in Europa und den USA am offensichtlichsten. Als Konsequenz wurden die Wirtschaftsprognosen in Großbritannien und Kontinentaleuropa nach unten korrigiert. Aufgrund der gestiegenen makroökonomischen Unsicherheit dürften Unternehmensführungen ihre Entscheidungen über Ausgaben und Investitionen vertagen. An den globalen Aktienmärkten wird die Volatilität vermutlich nach wie vor über den relativ niedrigen Werten der letzten Jahre liegen, was uns darin bestärkt, weiterhin auf die mittel- bis langfristige Wertentwicklung zu setzen.

Aus makroökonomischer Sicht gehen wir für die globalen Aktienmärkte von niedrigen bis mittleren einstelligen Gewinnen für 2016 aus. In einem Umfeld mit negativen Zinssätzen in vielen Märkten sind wir der Ansicht, dass Aktien weiterhin recht attraktiv bleiben, da andere Anlageklassen noch geringere Renditen bieten.

Bewertungsrisiko vs. Fundamentalrisiko

Die Impulse für regionale Aktienmärkte haben sich seit unserem letzten vierteljährlichen Ausblick nicht verändert. Dennoch sind wir überzeugt, dass die Risiken und Renditen in den einzelnen Regionen insgesamt ausgewogener sind.

USA: Die Wirtschaft und die Unternehmen der USA weisen noch immer die stärksten Fundamentaldaten auf. Die Arbeitslosigkeit liegt weiterhin bei unter fünf Prozent, das Stellenwachstum zog im Juni wieder an und die Immobilienpreise steigen weiter. Bessere Fundamentaldaten und weniger Unsicherheit im Vergleich zu anderen Regionen dürften für Vermögenszuflüsse sorgen und die Wertentwicklung der US-Aktien auf kurze Sicht vorantreiben.

Europa: Viele Unternehmen könnten aufgrund des Brexit gezwungen sein, Entscheidungen aufzuschieben, da sie auf Klarheit in Bezug auf dessen Auswirkungen auf den freien Personen- und Warenverkehr warten. Die Korrektur des BIP-Wachstums der Eurozone fiel schwächer aus; es liegt nun bei 1,3 Prozent gegenüber ursprünglichen 1,4 Prozent. Dies wird voraussichtlich die Unternehmensgewinne belasten, da europäische Unternehmen einen relativ hohen operativen Leverage aufweisen. Wenn das BIP-Wachstum anzieht, haben europäische Unternehmen aber immer noch das Potenzial für Gewinnzuwächse, um ihre US-amerikanischen Konkurrenten einzuholen.

Schwellenmärkte: Generell wirkt sich die Zunahme politischer und wirtschaftlicher Risiken in Europa noch am wenigsten auf die Schwellenländer aus. In Kombination mit Währungsschwankungen könnte auf kurze Sicht allerdings der Aktienmarkt betroffen sein. Wir setzen weiterhin auf ein höheres Potenzial zur Alpha-Generierung in den Schwellenländern; ein Ergebnis der Ineffizienz des Aktienmarkts und der Schwäche des nach der Marktkapitalisierung gewichteten Referenzindex. Wir rechnen damit, dass konsumentenorientierte Unternehmen zu den attraktivsten Anlagen in Schwellenländern gehören, da der steigende Konsum das langfristige Wachstum stützen dürfte.

Seite zwei: Analyse des Umbruchs

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