5. Juli 2017, 11:43
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“Wir werden Trump als Gründer der EU danken”

Ist Donald Trumps Wahlsieg ein Glücksfall für die EU? Wie stabil ist die Wirtschaft der USA? Wie sieht die Zukunft des Euro aus? Diese und weitere Fragen diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft auf dem Amundi World Investment Forum 2017.

Amundi-Feldstein D8S1827 in Wir werden Trump als Gründer der EU danken

Moderator Adrian Dearnell im Gespräch mit Martin Feldstein.

2016 war das Jahr der Umbrüche, 2017 ist das Jahr der daraus folgenden Unsicherheit, auch wenn die Volatilität an den Aktienmärkten diese noch maskiert. “Stützen der Stabilität sind Stützen der Instabilität geworden.”, sagt Sir Simon Fraser, ehemaliger Staatssekretär des Foreign and Commonwealth Office, über die USA und Großbritannien.

Auf dem Amundi World Investment Forum 2017 diskutierten Ökonomen gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft über die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, auf die Anleger und professionelle Investoren reagieren müssen.

Mehr als 400 Teilnehmern aus 50 Ländern folgten den Reden und Diskussionen, unter anderem von und mit: Angus Deaton, Gewinner des Nobelpreises für Wirtschaft 2015, Martin Feldstein, Professor für Wirtschaft an der Harvard Universität, Baroness Catherine Ashton, ehemalige Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Erste Vizepräsidentin der Europäischen Kommission und Sir Simon Fraser.

Trumps Tweets spiegeln nicht seine Politik

Am ersten Tag drehten sich die Diskussionen um Donald Trumps Präsidentschaft, den Brexit, die Zukunft und Europas und die Politik der EZB.

“Das Verhalten des Präsidenten Donald Trumps, seine Fehlinformationen und Tweets sind sehr ‘unpräsidentenhaft’, aber er spricht damit zu seinen politischen Unterstützern”, sagt Martin Feldstein in seinem Impulsvortrag. “Der Schlüssel zum Verständnis der Trump-Administration liegt darin, Trumps Statements und seinen Tweets zu ignorieren, und stattdessen auf seine Handlungen zu achten, die das Gegenteil seiner Wahlkampf-Kampagne sind.”

Diese Aussage bekräftigte auch Catherine Ashton in der anschließenden Diskussion: “Im gewissen Maße befinden wir uns schon am Anfang der Lernkurve, wir müssen zwischen dem Tweet und der Maßnahme unterscheiden.”

Seite zwei: Brexit und Trump: Gute Nachrichten für die EU?

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