20. Dezember 2017, 08:26
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“So rosig hat die Zukunft seit Jahren nicht mehr ausgesehen”

Steigende Inflationsraten, höhere Beschäftigungszahlen und die wirtschaftsfördernde Politik vieler Regierungen sprechen für ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2018. Obwohl sie selbst positiv gestimmt ist, warnt die Chefökonomin der Axa Group, Laurence Boone, vor zu viel Euphorie.

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Die größten Risiken sind laut Laurence Boone im Finanzsektor.

2018 könnte das Jahr des stärksten synchronen Weltwirtschaftswachstums seit 2011 sein. Dafür sprechen die steigende Inflation, sinkende Arbeitslosigkeit, stabile Währungen und eine wirtschaftsfördernde Politik.

Doch Laurence Boone, Chefökonomin der Axa Group und globale Leiterin Multi Asset Client Solutions von Axa IM, warnt vor allzu großer Euphorie, denn trotz all der positiven Entwicklungen sollte man der Risiken, die auch 2018 nicht sinken werden, gewahr sein.

Quellen der Unsicherheit

Unter anderem könnte die Inflation stärker als erwartet zurückkehren, zu starken Anpassungen der Zinssätze führen und dadurch eine Marktkorrektur herbeiführen. “Die Risikobereitschaft ist jedoch nach wie vor relativ hoch”, sagt Boone. Es sei nun an der Zeit, aktiv zu werden und angesichts teurer Anlegeklassen wählerisch zu sein.

Quellen der Unsicherheit wären die politischen und geopolitischen Risiken wie der Brexit oder die angespannte Lage um Nordkorea. Hinzu kämen wirtschaftliche Risiken: Im Falle einer Marktkorrektur durch eine steil ansteigende Inflation sei ein Liquiditätsabfall zu befürchten.

In 2018 sei ein Zwillingsgipfel zu erwarten. “Das globale Wachstum wird im kommenden Jahr seinen Höhepunkt erreichen”, so Boone. Ebenfalls sei es wahrscheinlich, dass auch die Ankäufe von Vermögenswerten (QE) weltweit Spitzenwerte erreichen.

Gestiegene Zuversicht

“Durch die positiven politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen des vergangenen Jahres ist die Zuversicht weltweit gestiegen – von den USA bis hin zu China haben alle Regionen ein solides Wachstum zu verzeichnen”, sagt Boone.

Viele Unternehmen würden daher Personal- und Investmententscheidungen treffen, die sie in den letzten Jahren vermieden hätten. “Die Arbeitslosigkeit fällt seit mehr als drei Jahren kontinuierlich. Ein Trend, der sich in der stabilen Eurozone auch weiter fortsetzt”, sagt Boone.

Seite zwei: Risiken im Finanzsektor

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