Börsenhausse gerät ins Stocken

Nach einem positiven Jahresauftakt halten sich aktuell immer mehr Anleger zurück.

Aktuell hat der Schwung an den Börsen nachgelassen.
Aktuell hat der Schwung an den Börsen nachgelassen.

Auch wenn es in einigen Sektoren Bewegung gibt, können sich die großen Indizes am Donnerstag für keine Richtung entscheiden. Der Dax gibt am Mittag um 0,1 Prozent nach auf 11.574 Punkte, der Euro-Stoxx-50 notiert kaum verändert bei 3.318 Zählern.
Etwas mehr tut sich am Devisenmarkt. Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung ist weniger falkenhaft ausgefallen als viele Marktteilnehmer erwartet hatten, was für etwas Druck auf den Dollar sorgt. Der Euro stieg in der Spitze auf 1,0550 Dollar, liegt aktuell aber wieder bei 1,05. Im Tief am Vortag kostete er noch 1,04.

Greenback schwach

Auch zum Yen gibt die US-Devise nach. Im Protokoll der Fed wurde zu einem die Dollarstärke kritisch thematisiert, zum anderen konjunkturelle Unsicherheiten. Beides lässt Unsicherheit über den künftigen Zinserhöhungspfad aufkommen, nachdem die US-Notenbanker für 2017 eigentlich drei Zinserhöhungen in den Raum gestellt haben.
„Wenn schon die Fed unsicher ist, dann sind es die Marktteilnehmer sowieso“, sagt ein Marktbeobachter dazu.

China bereitet Kopfschmerzen

Für Unbehagen sorgen die Zinssätze im Interbankenhandel in Hongkong. Sie sind auf den zweithöchsten Stand ihrer Geschichte gestiegen. Die Aufwärtsbewegung weckt Erinnerungen an die Lage vor einem Jahr, als die Sorge um eine schwache wirtschaftliche Lage in China für starken Abwärtsdruck an den Börsen sorgte. Händler führen die gestiegenen Zinssätze im Yuan-Handel auf Sorgen vor Kapitalabfluss zurück, weil China die Maßnahmen gegen Abfließendes Kapital zunehmend verschärft. (dpa-AFX/tr)

Foto: Shutterstock

 

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