Anzeige
17. Mai 2017, 06:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Bundesbank: Konsolidierung im deutschen Bankensektor beschleunigt sich

Im Jahr 2016 hat sich die Konsolidierung im deutschen Bankensektor beschleunigt. Das geht aus der aktuellen Bankstellenstatistik der Bundesbank hervor. Demnach ist sowohl die Zahl der Institute als auch die der Filialen deutlich zurückgegangen.

Bundesbank: Konsolidierung im deutschen Bankensektor beschleunigt sich

Dr. Andreas Dombret: “Der Konsolidierungsprozess hat an Fahrt gewonnen.”

Fusionsdruck und Filialsterben auf dem deutschen Bankenmarkt haben sich nach Angaben der Bundesbank beschleunigt. Im vergangenen Jahr sank sowohl die Zahl der Kreditinstitute als auch die Zahl der Filialen in Deutschland deutlich, wie die Notenbank am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Zum Jahresende wurden 1.888 Institute gezählt und damit 72 weniger als vor Jahresfrist.

“Der Konsolidierungsprozess hat an Fahrt gewonnen”, kommentierte Bundesbank-Vorstand Dr. Andreas Dombret. “Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der Druck durch Wettbewerb und Niedrigzinsumfeld weiter hoch ist und die Banken sich veranlasst sehen, Kostenstrukturen und Vertriebswege auf den Prüfstand zu stellen.” Der deutsche Markt ist besonders hart umkämpft, die Bankendichte besonders hoch.

Viele Fusionen genossenschaftlicher Institute

Insgesamt wurden demnach 24 Zugänge und 96 Abgänge verzeichnet. Von den Abgängen sind 52 (2015: 25) auf Fusionen im genossenschaftlichen Sektor zurückzuführen. Bei den Sparkassen verschmolzen zehn (im Vorjahr drei) Institute mit jeweils einem anderen derselben Bankengruppe.

Die Zahl der genossenschaftlichen Institute sank erstmals unter die Marke von 1.000 auf nun noch 976. Bei den Zweigstellen gab es über den gesamten Markt gesehen einen Rückgang um 2.019 Filialen (minus 5,9 Prozent) auf 32.026.

Zahl der Filialen erneut gesunken 

Laut der Statistik ging in nahezu allen Sektoren des Kreditgewerbes – außer bei Zweigstellen ausländischer Banken – die Filialzahl per Saldo zurück. Der größte Rückgang war demnach erneut bei den Sparkassen zu verzeichnen (einschließlich Landesbanken minus 922) auf 10.939 Filialen. Im genossenschaftlichen Sektor habe es ebenfalls eine deutliche Verringerung der Filialzahl um 664 auf 10.169 gegeben.

Die Anzahl der Zweigstellen der Kreditbanken sank per saldo um 283 Filialen auf 9.444 (im Vorjahr 9.727). Der Bundesbank zufolge waren für den Rückgang hauptsächlich die Großbanken verantwortlich, die ihre inländischen Zweigstellen um 235 auf nunmehr noch insgesamt 7.005 reduzierten. Regionalbanken verringerten ihr Zweigstellennetz um 65 auf 2.275. (dpa-AFX/jb)

Foto: Frank Rumpenhorst / Bundesbank

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...