8. November 2017, 12:22
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Chinas verlangsamtes Wachstum birgt Chancen für Anleger

Xi Jinping, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas, ist seit langer Zeit die mächtigste Führungsperson Chinas. Diese Position nutzt er, um die Wirtschaft umzustrukturieren. Darunter leidet die konjunkturelle Dynamik, doch Anleger können dennoch profitieren.

Hayden Briscoe UBS Kl-Kopie in Chinas verlangsamtes Wachstum birgt Chancen für Anleger

Hayden Briscoe: “2018 ist auch bei schwächerem Wachstum keine ausufernde Politik zur Unterstützung der Märkte zu erwarten.”

“Der Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas hat erhebliche Folgen für Investoren. Xi Jinping verfügt nach dem Parteitag über eine gestärkte Machtbasis und kann so mit voller Kraft für eine Agenda kämpfen, die Chinas zyklischen Mini-Abschwung verlängern, aber auch attraktive Gelegenheiten für Investoren schaffen wird”, so Hayden Briscoe, Head of Fixed Income Asia Pacific bei UBS Asset Management.

Xi Jinping ist Chinas stärkste Führungsperson, seit Deng Xiaoping. Sein politisches Gedankengut wurde laut UBS in das Parteistatut aufgenommen, und seine Unterstützer besetzen leitende Positionen auf allen Regierungsebenen.

Politischer und wirtschaftlicher Wandel

Dies markiere einen Wandel gegenüber Xis Machtübernahme im Jahr 2012, als Schützlinge früherer Parteiführer die Mehrzahl der Leitungsfunktionen der Partei besetzt hätten. Heute dominieren Xi und seine Anhänger die Partei und, mit vier von sieben Mitgliedern im ständigen Ausschuss des Politbüros, auch ihr wichtigstes Entscheidungsgremium.

Das bedeute, dass Xi seine Agenda nun mit größerer Entschlossenheit verfolgen kann, die er in seiner Eröffnungsrede am 18. Oktober aufgestellt hat. Sie umfasst unter anderem die Durchsetzung von Reformen, die Kontrolle finanzieller Risiken, die Regulierung des Immobilienmarkts und den Schutz der Umwelt.

Zudem verzichtete Xi in seiner Rede darauf, ein konkretes volkswirtschaftliches Wachstumsziel zu benennen. Dies signalisiere ein verändertes Herangehen an das Management der Volkswirtschaft. Chinesische Parteiführer versuchten bisher, definierte Wachstumsziele zu erreichen.

Ende der Wachstumsziele

“Wie von uns bereits prognostiziert wurde, zeigt Xis Rede, dass der “Präsidenten-Put” Vergangenheit ist. Xi besitzt nun ausreichend Macht und politisches Kapital, um auch schwächeres Wachstum durchzustehen und die Regierungspolitik stärker an Reformen auszurichten, die das langfristige wirtschaftliche Wachstumspotenzial verbessern”, sagt Briscoe.

Seite zwei: Xi reformiert Umwelt- und Immobilienpolitik + Schuldenabbau ist glaubhaft

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