16. Juni 2017, 12:01
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Trump-Rally trotzt Trump

Doch die Auswirkungen der Zinspolitik sollten nicht überschätzt werden. “Die Fed hat das kurze Ende der Zinskurve ganz gut im Griff, das lange Ende wird aber von den Märkten bestimmt. Bei einer Inflationsrate von rund zwei Prozent sehen wir derzeit wenig Potenzial dafür, dass Zinserhöhungsschritte der Fed die Konjunktur stark beeinträchtigen”, sagt Berexa.

“Im Falle einer Wachstumsverlangsamung und bei einem Absinken der Rendite zehn-jähriger US-Treasuries unter zwei Prozent würde die Notenbank sicherlich das Zinserhöhungstempo verlangsamen. Trotz der bereits durchgeführten Straffungen bleibt die Geldpolitik akkomodierend”, so Berexa.

Wachstum trotz Risiken

Die Wirtschaft ist trotz der politischen Unsicherheit stabil und diese positiven Fundamentaldaten treiben auch die Kurse. Zudem produzieren und verkaufen die großen US-Unternehmen weltweit, was sie weniger abhängig von der US-Politik macht. Der Aufschwung an den Aktienmärkten und die Gelassenheit der Marktakteure kann also nicht nur durch “Trumponomics” erklärt werden.

“Vieles spricht für ein Szenario, in dem der US-Aktienmarkt in den nächsten zwölf Monaten weiter zulegt. Gleichzeitig gibt es eine ganze Reihe an Risiken”, ist Berexa vorsichtig optimistisch.

Er ergänzt: “Zu nennen sind etwa geopolitische Spannungen oder die Möglichkeit, dass US-Anleger das Vertrauen in die Fähigkeit der Trump-Regierung verlieren, die bereits eingepreisten Pläne wie Steueränderungen und Infrastrukturausgaben umzusetzen. Fairerweise ist hinzuzufügen, dass wir durchaus das Risiko einer erhöhten Volatilität und unsicherer Märkte sehen, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzt.” (kl)

Foto: Shutterstock

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