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11. Januar 2017, 08:41
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Fünf Dinge, die Anleger in 2017 nicht tun sollten

In Zeiten großer Schwankungen an den Finanzmärkten tun Anleger gut daran, sich auf die Basics zu konzentrieren. Dazu gehört, die folgenden fünf Dinge möglichst zu vermeiden, meint Anja Welz, Vorstand der Laureus AG Privat Finanz.

Anja-Welz LaureusAGPrivatFinanz-Kopie in Fünf Dinge, die Anleger in 2017 nicht tun sollten

Anja Welz, Laureus AG Privat Finanz

1. Auf jede Nachricht reagieren

Wenn man jede Minute auf die Börsentafel guckt, wird das Portfolio auch nicht wertvoller. Anstatt jede Nachricht vom Parkett zu verarbeiten und darauf zu reagieren, sollte man sich als Anleger die Frage stellen: Welche Auswirkung hat diese Meldung auf meine langfristige Strategie? Häufig wird man zu der Erkenntnis kommen: keine.

2. Strategien auf Vergangenheitswerten aufbauen

Jeder erfahrene Investor weiß, dass vergangene Performance-Werte kein Indiz für die weitere Entwicklung eines Investments sind – und trotzdem neigen Anleger immer noch dazu, Anlagen anhand ihrer vergangenen Kurse zu bewerten. Doch was 2016 funktioniert hat, wird 2017 womöglich nicht mehr zum Erfolg führen. Stellen Sie ihre bisherigen Strategien auf den Prüfstand und lassen Sie sich von historischer Performance nicht blenden, denn an der Börse wird die Zukunft gehandelt. Seien sie offen für neue (Anlage-)Ideen.

3. In Panik verfallen

Das Auf und Ab an der Börse ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Trotzdem verfallen Investoren häufig noch in Panik, wenn es mal nach unten geht. Ein Crash, bei dem ein gesamter Aktienmarkt einbricht, ist viel seltener als es die Meisten erwarten. Eine US-Studie hat ergeben, dass Investoren die Wahrscheinlichkeit eines Crashs, in den Ausmaßen eines „Black Mondays“, bei 10 % sehen. Tatsächlich beträgt die Wahrscheinlichkeit solch eines Crashs gerade mal 1,7 %. Natürlich haben Crash-Propheten manchmal recht, doch viel häufiger haben sie unrecht. Zur Erinnerung: Seit 1959 gab es beim Dax nur einen Tag, an dem es mehr als 10 Prozent abwärts ging.

4. Renten aussortieren

In einem Umfeld von Niedrigzinsen  lassen sich mit Bundesanleihen nur schwer Erträge erwirtschaften und daneben besteht das Risiko, bei steigenden Zinsen Verluste zu erleiden.
Doch verfallen sie nicht dem Irrglauben, dass damit ausschließlich Aktien zeitgemäß und gewinnbringend sind und alle Renteninvestments ausgedient haben.
Renten sind nicht gleich Renten. Was für Aktien schon lange gilt, nämlich global zu streuen, gilt auch für Zinspapiere. Die Mischung macht´s – aus Renten und Aktien.

5. Kurzfristige Belohnungen absahnen

Das weltberühmte Marshmallow-Experiment hat uns eins gelehrt: Belohnungen zu verschieben ist nicht jedermanns Stärke. Kurzfristige Erfolge werden häufig langfristigen größeren Erfolgen vorgezogen. Das Gleiche gilt für die Börse. Viele Anleger versuchen schnelles Geld zu machen und torpedieren damit ihre langfristige Strategie. Immer den richtigen Zeitpunkt an der Börse trifft nur der Lügner. Die passende Strategie kann dagegen jeder langfristig umsetzen.

Fazit

In unsicheren Zeiten braucht man als Anleger einen Anker, um vom Sturm an den Märkten nicht hinweggefegt zu werden. Diesen Anker findet man nicht in der Politik, nicht in den Nachrichten und auch nicht im Kaffeesatz. Was einen Anleger durch den Sturm trägt, ist die Rückbesinnung auf zeitlose Investmentregeln und die persönlich passende Strategie – vorausgesetzt man hält an ihr fest.

Foto: Laureus AG Privat Finanz

1 Kommentar

  1. Super ! kurz und Bündig. voll auf den Punkt gebracht.

    Kommentar von Peter Ulbricht — 15. Januar 2017 @ 17:32

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