Fünf Gründe für Japan

Auch wenn Abenomics nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat, erholt sich die Wirtschaft Japans zunehmen. Das ist nur einer von fünf Gründen, in Japan zu investieren. Gastbeitrag von Joël Le Saux, Head of Japan Equities und Manager des Oyster Japan Opportunities Fund, und Yoko Otsuka, Financial Analyst bei SYZ AM.

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Joël Le Saux, Head of Japan Equities und Manager des Oyster Japan Opportunities Fund, und Yoko Otsuka, Financial Analyst bei SYZ AM.

Zwar mögen die unter „Abenomics“ bekannt gewordenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen des Japanischen Premierministers Shinzo Abe ihren vielgerühmten Versprechungen nicht ganz gerecht geworden sein, dennoch nimmt das Wirtschaftswachstum in Japan beständig an Fahrt auf.

Der hohe Deflationsdruck ist einem Wachstum der japanischen Binnenwirtschaft gewichen, der durch ein besseres Geschäftsklima und mehr Verbrauchervertrauen verstärkten Rückenwind erhält.

Angesichts des sich aufhellenden konjunkturellen Umfelds beginnen Vermögensverwalter und Anleger nun, ihren Fokus wieder auf Japan zu richten. Die Bewertungen dort sehen zunehmend attraktiv aus und die Daten verbessern sich sowohl auf makroökonomischer als auch auf fundamentaler Ebene. Es gibt fünf Gründe, sein Portfolio um japanische Titel zu erweitern.

1. Japan hat das „verlorene Jahrzehnt“ hinter sich gelassen

Nach 15 Jahren nahezu ununterbrochener Deflation ist „das verlorene Jahrzehnt“ vorbei. Ende 2014 ist die Inflation wieder zurückgekehrt. Zwar sind die Zielvorgaben der Bank of Japan (BoJ) noch lange nicht erfüllt, entscheidend ist jedoch nicht das Niveau, sondern die Entwicklung: Die Inflation steigt an.

Darüber hinaus ist wegen des angespannten Arbeitsmarktes damit zu rechnen, dass die Lohn- und Preisinflation weiter steigt. Das Verhältnis von Arbeitsstellen zu Stellenbewerbern befindet sich auf einem 43-Jahres-Hoch. Dieser positive Trend ist seit 2009 zu beobachten und hat sich ab 2014 beschleunigt. Die steigenden Löhne sind ein  Impuls für den privaten Verbrauch und somit auch für die Wirtschaft insgesamt.

2. Es gibt klare Zeichen für eine Erholung der Binnenkonjunktur

Die Schlagzeilen werden von Abenomics und den Maßnahmen der BoJ bestimmt. Doch die entscheidende Nachricht ist, dass die Binnenkonjunktur sich erholt hat und nun Fahrt aufnimmt. So beträgt das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die letzten fünf Jahre annualisiert 1,2 Prozent – höher als das jährliche Wachstum in der Eurozone im gleichen Zeitraum, das 0,8 Prozent betrug. Das BIP-Wachstum im Vereinigten Königreich und in den USA belief sich in diesem Zeitraum auf jeweils 2,1 Prozent.

Zudem lässt Japan gerade die Nachwirkungen einer Immobilienblase hinter sich. Die die Bilanzen der Banken geschwächt und das Verbrauchervertrauen gedämpft hat.

Seite zwei: Günstige Bewertungen und Risikodiversifikation

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