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9. März 2017, 13:44
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Goldminen mit mehreren 100 Prozent Kurspotenzial

Seit Beginn des Jahres haben viele Goldminenaktien bereits um 30 Prozent zugelegt. Dennoch sind weitere Gewinne von mehreren Hundert Prozent möglich. Allerdings ist auch das Risiko sehr groß. Gastkommentar von Stephan Albrech, Albrech & Cie Vermögensverwaltung

Gold in Goldminen mit mehreren 100 Prozent Kurspotenzial

Goldminenaktien verfügen über viel Potenzial.

Ein Plus von rund 7,5 Prozent in Dollar verbucht Gold seit Neujahr. Silber hat 13 Prozent zugelegt. Der Indexfonds Van Eck Vectors Gold Miners (GDX) mit weltweit rund 50 größeren Unternehmen wie Barrick Gold, bringt es seit Jahresanfang bereits auf 18 Prozent. Sein kleiner Bruder, der Van Eck Vectors Junior Gold Miners (GDXJ), versammelt ebenso viele Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung, die sich vorrangig der Erschließung neuer Fundstellen widmen. Dieser Index der Junioraktien hat über 30 Prozent gewonnen.

Abwärtstrend geknackt

Nun hat es in den vergangenen Jahren immer wieder solche und ähnliche Zugewinne gegeben. Der Unterschied zu heute: Im Frühjahr 2016 haben die Goldminenaktien ohne Wenn und Aber ihren Abwärtstrend durchbrochen, der vier Jahre zuvor begonnen hatte. Von ihrem Tief im Januar 2016 gewannen sie bis August 100 (GDX) beziehungsweise 150 Prozent (GDXJ) hinzu. Doch erst nach diesem fulminanten, für Goldminen aber nicht ungewöhnlichen Anstieg stand zweifelsfrei fest, dass der andauernde Kursverfall zu Ende ist. Spätestens, wenn die Fonds es über das Augusthoch schaffen, dürfte der Anstieg mächtig an Fahrt aufnehmen.

Es gibt viele Faktoren, die die Aktienkurse der Goldminen beeinflussen. Der wichtigste aber ist die Entwicklung des Goldpreises. Nach unserer Auffassung hat das Edelmetall 2016 ebenfalls eine neue längerfristige Anstiegsphase begonnen, sodass wir Vertrauen haben, dass sich der Sektor der Goldminenaktien in den nächsten Monaten und Jahren mindestens positiv, wenn nicht hervorragend entwickeln wird. Hinzu kommt, dass die Branche in der Krise ihre Hausaufgaben gemacht hat. Mit Kostensenkungen, Verkäufen von Vermögenswerten und einer besseren Finanzstruktur haben die Gesellschaften ihre operative Basis klar verbessert. Gleichzeitig sind viele Unternehmen günstig bewertet.

Goldminen sind unabhängig vom Gesamtmarkt

Wer über ein Investment nachdenkt, sollte folgende Punkte beachten: Bei Goldminen handelt es sich zwar um Aktien, doch diese entwickeln sich recht unabhängig vom breiten Aktienmarkt. So bewegte sich die Korrelation, also der Gleichlauf von SPY und GDX – diese Fondskürzel stehen für den S&P 500 und den Goldminen-Sektor – seit 2013 zwischen plus 0,25 und minus 0,25. Ein Korrelationsfaktor von 0 heißt, dass sich die Anlageklassen vollkommen autark entwickeln. Minenaktien sind also gut für die Diversifikation.

Zweitens stellen Goldminen einen Hebel auf den Goldpreis dar – nicht selten weisen sie einen Hebel von fünf oder höher auf! Eben deshalb sollten Anleger Minenaktien ihrem Depot nur in kleinen Mengen beimischen – damit meine ich einen Anteil von maximal fünf Prozent. Und drittens: Suchen Sie nicht nach angeblich vielversprechenden Einzelwerten, kaufen Sie besser den ganzen Sektor – am besten über einen Indexfonds.

Stephan Albrech ist Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG, Köln

Foto: Albrech & Cie Vermögensverwaltung

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