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22. Februar 2017, 10:00
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Warum eine Rallye bei Goldminenaktien wahrscheinlich ist

Nach einer schmerzhaften und über vierjährigen Baisse sendete Gold im Jahr 2016 signifikante Signale der Besserung. Nachdem im Herbst verstärkt Gewinne mitgenommen wurden, setzt das gelbe Metall jetzt wieder zum Höhenflug an. Der Rademacher-Kommentar

 in Warum eine Rallye bei Goldminenaktien wahrscheinlich ist

Tim Rademacher traut Goldminenfonds noch viel zu.

Für Gold-Investoren fiel der Jahresauftakt 2017 sehr positiv aus. In den ersten sechs Wochen gewann der kostbare Rohstoff nahezu kontinuierlich an Wert und bildete einen Aufwärtstrend heraus. Insgesamt sprechen gleich mehrere Faktoren für einen weiteren Anstieg bei Gold. Zum einen gibt es momentan viele politische Unsicherheiten in den USA und Europa, die die Asset-Klasse als sicheren Hafen attraktiv machen. Zum anderen zieht die Inflation rund um den Globus an, was auch in Deutschland in den Supermärkten und den Tankstellen immer stärker feststellbar ist. Damit wird Gold als Wertaufbewahrungsmittel immer attraktiver.

Goldminen besonders interessant

Dank dieser guten Aussichten ist in der gesamten Zwölfmonatsperiode ein weiterer prozentual zweistelliger Kursgewinn möglich. Noch mehr Potenzial bieten allerdings Investments in Förderunternehmen, die von einem Preisanstieg traditionell gehebelt profitieren. Hierauf setzen auch viele Goldminenfonds, die im Jahr 2016 teilweise Kursgewinne von über 100 Prozent erzielen konnten. Besonders stark von dem anziehenden Goldpreis profitierten insbesondere Minen mit einer hohen Verschuldung und hohen Förderkosten, wo sich die Stabilität des Geschäftsmodells besonders gut verbesserte.

Anleger, die von diesem Trend profitieren möchten, sollten aber besser auf den Rat der Asset-Manager vertrauen. Diese haben weitaus bessere Möglichkeiten, die jeweiligen Minen zu analysieren und mögliche kurzfristige Wertsteigerungen einzuschätzen. Insgesamt ist das Geschäft extrem komplex, da nur schwer abschätzbar ist, zu welchen Förderkosten Gold produziert werden kann. Manchmal erweisen sich Explorationsprojekte sogar als Totalausfall.

Viele Firmen haben den Turnaround geschafft

Ein guter Indikator, der den Markt für Goldminenaktien gut abbildet, ist der Arca Gold Bugs Index, der auch von vielen Fondsmanagern angewendet wird. In den vergangenen zwölf Monaten tendierte er in einer Spanne zwischen 154 und 286 Punkten. Nach einer starken Rallye, die Mitte Dezember einsetzte, notiert er gerade ungefähr in der Mitte der Bandbreite. Im Index enthalten sind bekannte Firmen wie Barrick Gold, Harmony Gold Mining und Iamgold.

Anleger, die sich für diesen Bereich entscheiden, brauchen aber sehr gute Nerven. Insgesamt gilt der gesamte Sektor als äußerst volatil. Deshalb sind Goldminen-Fonds nur als Depot-Beimischung oder für besonders risikoaffine Investoren geeignet. Vorteilhaft ist besonders bei dieser Asset-Klasse, dass die Korrelation mit vielen Aktien oder Anleihen relativ gering ist, weshalb ein oftmals gewünschter Diversifikationseffekt entsteht.

Gold-ETFs ebenfalls mit Potenzial

Anleger, die lieber direkt in Gold investieren möchten, haben mit Gold-ETFs eine sinnvolle Alternative gegenüber dem Metall in physischer Form. Zum einen sind die Transaktionskosten hier recht gering. Zum anderen kann das Metall nicht abhandenkommen, so dass es nicht teuer aufbewahrt werden muss. Gold-ETFs gibt es auch in physisch hinterlegter Form, was eine zusätzliche Sicherheit bietet.

Der Rademacher-Kommentar

Tim Rademacher ist leitender Redakteur im Bereich Investmentfonds bei Cash. und analysiert die Geschehnisse am Kapitalmarkt direkt vom Finanzplatz Frankfurt aus.

Foto: Dirk Beichert

 

 

 

 

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