13. Juni 2017, 07:17
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Nebenwerte: Was Anleger wissen sollten

Welche Kriterien sind bei der Auswahl wichtig?

Anleger sollten wählerisch sein und die Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Wenn keine Informationen verfügbar sind, können größere Aktionäre, wie etwa Fondsgesellschaften, zum Management gehen und danach fragen.

Folgende Punkte sollte ein Kandidat erfüllen, um in die nähere Auswahl für ein Investment zu kommen:

-> Das Unternehmen ist hochwertig, hat genügend Puffer zur Sicherung der Rentabilität vorzuweisen und ist mit einem Abschlag zu haben.
-> Impulse für mehr Wachstum und Pläne zur Steigerung der Wertentwicklung sind deutlich erkennbar.
-> Idealerweise sollte der Gewinn über einen Konjunkturzyklus hinweg höher sein, als die Kapitalkosten.
-> Kultur und Ethos im Unternehmen stimmen. Nachhaltigkeitskriterien werden beachtet.

Auf günstige Einstiegsgelegenheit warten

Anscheinend gibt es einen tief verwurzelten Glauben, Nebenwerte seien risikoreicher als die großen Namen am Markt. Wenn aber Risiko bedeutet, dauerhaft Kapital zu verlieren, so ist hier höchstens von Volatilität die Rede. Und diese, also ein zeitlich begrenztes Absinken des Preises, kann eine Gelegenheit zum Kauf sein.

Voraussetzung für diese Strategie ist allerdings, dass der Anleger vorher seine Hausaufgaben gemacht und nur nachhaltige, qualitativ einwandfreie Unternehmen mit klaren Wettbewerbsvorteilen für sein Portfolio ausgewählt hat. Alternativ kann er mit der Auswahl auch Experten betrauen und so diversifiziert in Nebenwerten anlegen.

Werner Kolitsch ist Head of Germany and Austria bei M&G Investments, Frankfurt.

Foto: M&G Investments / Shutterstock

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