Anzeige
26. Juli 2017, 10:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ökologischer Einfluss auf die Rohstoffförderung wächst auch in Schwellenländern

Der Einfluss der Politik auf die Entwicklung der unterschiedlichen Rohstoffsektoren nimmt permanent zu. Die Preisfindung wird sich laut Alwin Schenk vom Bankhaus Sal. Oppenheim immer stärker an umweltpolitischen Maßnahmen orientieren.

Rohstoffe in Ökologischer Einfluss auf die Rohstoffförderung wächst auch in Schwellenländern

Die Ölförderung in den USA nähert sich jener in den klassischen Ölförderländern.

Trotz koordinierter Förderkürzungen ist der Ölpreis im ersten Halbjahr in US-Dollar gerechnet um 15 Prozent gesunken. Das lag an den noch immer sehr hohen Lagerbeständen, einer relativ schwachen Nachfrage und einem Wiederanstieg der US-Produktion, nachdem sich der Break-even-Preis für Schieferöl innerhalb von drei Jahren nahezu halbiert hat. Die sehr variable US-Produktion deckelt wahrscheinlich die Preise bei rund 50 US-Dollar je Barrel, während Edelmetalle unverändert von den hohen geopolitischen Spannungen profitieren.

Die OPEC schwächelt

Die Macht der OPEC schwindet. Sie repräsentiert nur noch ein Drittel der Weltölproduktion, ihre Mitglieder sind zerstritten und setzen eigene Beschlüsse in den seltensten Fällen konsequent um. Saudi-Arabien verträgt sich nicht mit dem Iran und sucht jetzt die Konfrontation mit Katar. Venezuela und Nigeria halten sich selten an Förderquoten und die Produktionsmengen von Libyen sind kaum zu prognostizieren. Mittlerweile fördert Russland mehr Öl als Saudi-Arabien und die US-Produktion holt mit Riesenschritten auf. Die Break-even-Preise für Schieferöl liegen heute in den USA bei 40 US-Dollar je Barrel – verglichen mit 80 US-Dollar vor drei Jahren – und von der neuen amerikanischen Administration sind kaum kostentreibende Umweltauflagen zu erwarten.

Wenn die US-Produktion weiter ansteigt, und dafür spricht die hohe Zahl der noch ungenutzten Bohrlöcher, dürfte das den Preisanstieg deckeln. Dass die Preise wieder steigen, ist unser Basisszenario. Die Ölnachfrage dürfte das Angebot schon bald übersteigen, die Förderkürzungen wurden prolongiert und die Investitionen wurden zumindest außerhalb der amerikanischen Ölindustrie in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren.

Gold bleibt ein sicherer Hafen

Im Unterschied zu den Energiepreisen sind die Notierungen für Edelmetalle in der ersten Jahreshälfte gestiegen. Der aktuelle Goldpreis liegt knapp zehn Prozent über den pessimistischen Prognosen vom Jahresanfang und für den Rest des Jahres werden wiederum nur sehr verhaltene Ertragserwartungen formuliert. Der “faire Wert” läge niedriger und würde zum Fixpunkt, sobald sich die geopolitischen Spannungen auflösen. Nur zeichnet sich das nicht ab. Die politische Unsicherheit bleibt hoch, nimmt sogar zu, wenn sich die Krise um Katar zuspitzt und die Kapriolen und Widersprüche in der amerikanischen Außenpolitik nicht enden.

Seite zwei: Industriemetalle belasten die Umwelt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Weggebrochen: Großschäden vermasseln Talanx die Bilanz

Hohe Schäden durchkreuzen erneut die Gewinnpläne des Versicherungskonzerns Talanx (HDI). Nachdem im vergangenen Jahr die Hurrikan-Serie in den USA am Gewinn zehrte, waren es diesmal der Zwischenfall bei einem Staudamm-Projekt in Kolumbien und der Zusammenbruch der Autobahnbrücke in Genua.

mehr ...

Immobilien

BGH verhandelt Widerruf von Zustimmung zu Mieterhöhung

Ist eine Mieterhöhung rechtlich mit dem Abschluss eines Handy-Vertrags am Telefon vergleichbar? Der Bundesgerichtshof (BGH) befasst sich an diesem Mittwoch mit der Frage, ob ein Mieter seine Zustimmung zu einer Mieterhöhung widerrufen kann.

mehr ...

Investmentfonds

Dollar hat Leidensweg noch vor sich

Die Eurozone könnte die US-Wirtschaft überholen. Die US-Wirtschaft schwächt sich ab, während sich die Eurozone stabilisiert. Darauf werden auch die Zentralbanken reagieren und somit die Renditen von Staatsanleihen und die Wechselkurse beeinflussen.

mehr ...

Berater

Keine Angst trotz Provisionsdeckel

Das nennt man wohl ein Remis: 47,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) gehen davon aus, dass die Auswirkungen eines Provisionsdeckels sie kaum treffen würde. Dagegen erwarten 30,3 Prozent spürbare Auswirkungen, für 22,5 Prozent wäre es hart oder sehr hart. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...