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28. Dezember 2017, 06:47
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Union Investment: “Globaler Konjunkturmotor läuft auf allen Zylindern”

Investoren steht ein aussichtsreiches Börsenjahr 2018 bevor. Jens Wilhelm von Union Investment sieht die Kapitalmärkte im zehnten Jahr nach dem Lehman-Kollaps auf dem besten Weg, die Nachwirkungen der Finanzkrise hinter sich zu lassen. Das wirtschaftliche Umfeld ist so stabil wie lange nicht. Er rät daher zu chancenorientierten Investments.

Wilhelm-Jens-Originalbild-Querformat in Union Investment: Globaler Konjunkturmotor läuft auf allen Zylindern

Jens Wilhelm, Union Investment: “Notenbanken haben ausreichend Spielraum für einen Richtungswechsel der kleinen Schritte.”

Erstmals seit vielen Jahren herrscht überall auf der Welt gleichzeitig Aufschwung. Der globale Konjunkturmotor läuft auf allen Zylindern. Für die Weltwirtschaft rechnen wir bei Union Investment 2018 mit einem Zuwachs von 3,5 bis 4,0 Prozent. Besonders in der Eurozone hat sich die Lage deutlich verbessert. Hier lassen unsere Prognosen ein Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 2,0 Prozent erwarten. Auch Deutschland dürfte mit 1,9 Prozent stark wachsen. In den USA ist der Konjunkturzyklus zwar deutlich reifer.

Ein baldiger Abschwung steht aber nicht bevor. Grund dafür sind die anspringenden Investitionen der Unternehmen. Damit bekommt die US-Konjunktur neben dem Konsum ein zweites Standbein. Im Ergebnis dürfte das Wachstum mit 2,4 Prozent sogar stärker ausfallen als 2017.

Teuerungsrate bleibt moderat

Trotz der guten Wirtschaftslage sollte die Teuerung kaum anziehen. Denn: Strukturelle Faktoren – wie Demografie und digitaler Wandel – dämpfen den zyklischen Inflationsdruck. In der Eurozone wie den USA werden die Verbraucherpreise um etwa 1,5 Prozent zulegen, in Deutschland 1,7 Prozent. Die Inflation bleibt also moderat. Geringe Teuerung und anziehendes Wachstum sind für Kapitalmärkte und Zentralbanken eine sehr komfortable Mischung.

EZB: Weniger Anleihekäufe aber keine Zinserhöhung

Damit haben die Notenbanken ausreichend Spielraum für einen Richtungswechsel der kleinen Schritte. Für die Europäischen Zentralbank bedeutet das: Weniger Anleihekäufe 2018, aber keine Zinserhöhung vor 2019. In den USA hingegen rechnen wir 2018 mit drei Zinsanhebungen, nachdem die Federal Reserve bereits 2017 an der Zinsschraube gedreht hat.

Außerdem werden die Washingtoner Währungshüter ihre Bilanzsumme nach dem bereits verkündeten Fahrplan reduzieren. Angesichts des guten US-Wachstums ist das eine Straffung, mit der die Kapitalmärkte gut leben können.

Seite zwei: Chancenorientierte Assetklassen bleiben attraktiv

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