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18. Dezember 2017, 12:33
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“Virtuelle Kätzchen zeigen, was möglich ist”

Ethereum ist nach Bitcoin wohl die bekannteste Kryptowährung. Auf ihrer Blockchain kann nicht nur die Währung selbst gehandelt werden, es können auch Verträge abgeschlossen werden. Sehr beliebt war in den vergangenen Wochen der Handel mit virtuellen Kätzchen. Gastbeitrag von Mati Greenspan, Etoro

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Auf der Blockchain der Kryptowährung Ethereum können verschiedene Güter gehandelt und Smart Contracts (Verträge) abgeschlossen werden.

Die Crypto-Szene hat einen neuen Hype: Cryptokitties, zu Deutsch: Cryptokätzchen. Die virtuellen Tiere können mit der Altcoin Ether gekauft werden und leben auf der Ethereum-Blockchain.

CryptoKitties sind die erste virale, dezentrale Blockchain-App überhaupt. Nutzer können verschiedene Katzen kaufen, die jeweils unterschiedliche Merkmale besitzen und je nach Seltenheit dieser zwischen unter zehn Euro und mehreren Tausend Euro kosten.

“Gigantische Implikationen”

Das Besondere an den Kätzchen: Sie zeigen, was möglich ist. Anders als die Bitcoin-Blockchain erlaubt die Ethereum-Blockchain mehr als nur Transaktionen. Auf ihr lassen sich sogenannte Smart Contracts (Verträge) programmieren. Ein Beispiel sind virtuelle Katzen, die jeweils eine eigene Adresse auf der Blockchain haben und deren Besitzer öffentlich registriert ist.

Selbst wenn die Macher der App ihr Geschäft aufgeben, bleiben die Katzen also dennoch für alle zugänglich. Theoretisch kann jeder Nutzer eine neue App schreiben, mit der die Katzen weiter gekauft und gezüchtet werden können, da der Code öffentlich ist.

Bedenkt man, dass das Internet eine besondere Faszination für Katzen-Inhalte aller Art hat, überrascht es nicht, dass die erste populäre App des Webs 2.0 sich mit dem Besitz von virtuellen Katzen beschäftigt. Die Kryptokatzen mögen auf den ersten Blick wenig beeindruckend erscheinen. Tatsächlich ist die App relativ simpel. Die möglichen Implikationen sind jedoch gigantisch.

Kätzchen verstopften Blockchain

Diese Art dezentralisierter Technologie befindet sich noch in den Anfängen ihrer Entwicklung – ausgereift bietet sie enormes Potenzial. Die ersten Websites zu Beginn des Internets wirkten ebenfalls wenig imposant.

Der Hype um die Katzen stellte Ethereum zwischenzeitlich vor Schwierigkeiten: Auf dem Höhepunkt des Hypes machten die Kätzchen etwa 21 Prozent aller Transaktionen im Netzwerk aus, was die Bearbeitung von Transaktionen insgesamt deutlich verlangsamte.

Kapazitätsprobleme wie bei Bitcoin unwahrscheinlich

Das bot den Entwicklern der Ethereum-Blockchain eine gute Gelegenheit, die Auswirkungen einer viralen App auf das gesamte System zu verstehen und Optimierungspotenzial zu erkennen. Ähnliche Kapazitätsprobleme wie bei Bitcoin sind alles in allem jedoch nicht zu erwarten. Für das Ethereum-Netzwerk gab es im Oktober ein größeres Upgrade und ein weiteres ist geplant.

Gründer Vitalik Buterin und sein Team haben das ambitionierte Ziel, eines Tages die Kapazität der größten Zahlungsdienstleister der Welt zu übertreffen.

Mati Greenspan ist Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform Etoro

Foto: Shutterstock

 

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